Das Krähennest im Glockenturm
Das Krähennest

Ein ungewöhnlicher Kirchenbesucher

5.5.2020

Seit Corona sind unsere Kirchen mehr oder weniger verwaist. Vielerorts. So natürlich auch bei uns. Wir feiern derzeit keine Gottesdienste, Andachten oder dergleichen.

In unserer Glockenstube dagegen sieht es ganz anders aus. Beim letzten Kontrollbesuch der Glocken gab es eine nette Überraschung. Ein Berg aus Geäst, Zweigen, Papier und Moos — etwa 1,50 / 1,60 m hoch und etwa im gleichen Umfang — türmte sich auf dem Glockenboden. Ein Berg, aufgeschichtet Zentimeter um Zentimeter zu einem mittlerweile stattlichen Bauwerk. Vermutlich im Zeitraum von Anfang Februar bis heute.

     Der Sinn dieses Unternehmens hat sich nicht ganz erschlossen. Die Glockenstube ist für größere Vögel nicht wirklich gut zugänglich. Die Schallluken sind nur schmal belüftet, — und dennoch hat es ein Vogel geschafft —  ...

Des Rätsels Lösung. Eine Krähe ist der Baumeister. Ob aus Langweile oder einer höheren Eingebung folgend bleibt ungelöst. Die Bewunderung aber — bleibt.

Der Küster wird nun aufräumen müssen.


Wir haben Ostern gefeiert

Ostern in Zeiten von Corona

Keine Gottesdienste über Ostern. Keine vollen Kirchen. Kein Osterruf. Keine Begrüßung des Osterlichts ... Alles anders in diesem Jahr 2020 und in Zeiten von Corona. Die Kirchen haben weltweit aufgerufen, den Glauben dennoch zu leben, andere Formen und neue Wege zu gehen, kreativ zu sein im Miteinander, und mit dem gebotenen Abstand. Und so haben es viele getan. Bildende Künstler. Musiker. Der Lebensmittelhandel. Die Landwirte. Schwestern. Pfleger. Die Ärzte. Die Pflegeeinrichtungen, die Seniorenheime ... oder jeder Einzelene im Home-Office.

     Auch in unseren Kirchengemeinden sind viele Aktivitäten entstanden, um dem Osterfest in diesem Jahr ein Bild zu geben: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!“ — und das macht Mut. 

     Nein, es ist nicht unser Gottesdienst, wie wir ihn gerne feiern, wie wir ihn gerne begehen, und wie wir es gewohnt sind. Uns fehlt die Nähe, das Miteinander, die Umarmung, die Hände dem Nächsten reichen zum Gruß.

     Dennoch haben wir Ostern gefeiert. Menschen bewegt. Ein Zeichen des Friedens gesetzt. Anders. Ganz anders. Mit Osterbäumen. Bunten Ostersteinen. Grußkarten. Telefongesprächen. Und vielleicht haben wir auch ein neues Denken angestoßen ..., in schwierigen Zeiten.

Und das macht Mut!  


Corona und die Folgen für das kirchliche Leben

Glocken rufen zum Gebet        

Glocken ertönen von vielen Kirchen an jedem Tag, morgens, mittags und abends – so wie es vor Ort üblich ist. Sie laden ein zum persönlichen Gebet.  

 

Die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck laden ein:

Von unseren jeweiligen Aufenthaltsorten sind wir während des Mittagsläutens im Gebet: Für alle Menschen in Angst und Sorge; für die, die in Quarantäne leben, für die im Gesundheitsdienst Tätigen, die vor großen Herausforderungen stehen,  – und für die Sterbenden.

 

Wir sind davon überzeugt: Im Gebet für unsere Nächsten wächst die Kraft zum Handeln für unsere Nächsten. Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und für Ihr helfendes Handeln!


Liebe Gemeinde, 

wir leben in besonderen Zeiten. Niemand von uns hat den Umgang mit einer gesundheitlichen Bedrohung in diesem Maße je erlebt. Auch wir als Kirchengemeinde müssen unseren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wenn möglich zu stoppen.

 

Deshalb finden bis auf Weiteres keine Gottesdienste, Andachten oder sonstige kirchliche Veranstaltungen statt.

Die Konfirmation wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben

Beerdigungen werden auch weiterhin stattfinden, jedoch nur im engsten Familienkreis.  

Die Kirchen werden täglich geöffnet sein zum persönlichen Gebet.

 

In allen Einschränkungen wollen wir dennoch füreinander da sein. Bitte helfen Sie alle mit, in der Nachbarschaft und im Dorf ein „Sorgennetz“ zu knüpfen, aufeinander zu achten und - soweit es möglich ist - Hilfen anzubieten.

Gerne verweisen wir hier auch auf die Koordination von Nachbarschaftshilfe durch die Gemeindeverwaltung (Tel: 05651 74800).

 

Als Ihre Pfarrerin und Ihr Pfarrer stehen wir natürlich weiterhin zur Verfügung, werden jedoch auf Geburtstagsbesuche verzichten müssen. Wenn Sie Unterstützung und Hilfe brauchen oder ein Gespräch — können Sie sich telefonisch oder per Mail an uns wenden:

Pfarrerin Groß - Tel. 05651 20223 - Mail: pfarramt.jestaedt@ekkw.de

Pfarrer Koch - Tel. 05651 5518 - Mail: pfarramt.schwebda@ekkw.de 

 

In dieser Zeit soll uns die Zuversicht leiten: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim. 1,7)

 

Bleiben Sie behütet, besonnen, in Achtsamkeit und im Gebet füreinander. 


Weltgebetstag in Grebendorf

Freitag, 06.03.2020

 

Simbabwe — Steh auf und geh!

Steh auf und geh. Dieser Satz ist zur Zeit aktueller denn je. Schaut man auf die aktuelle Lage

in der Welt. Aber es geht bei diesem Weltgebetstag um die Frauen in Simbabwe. Um ihren Glauben — trotz Unterdrückung in der Familie, in der Gesellschaft, ihrer Stellung als Frau, und

im Alltag eines krisengeplagten Landes im südlichen Afrika.

Der Kampf um Menschenrechte in Simbabwe ist nicht neu. Der Unabhängigkeit von Groß-britannien folgten die autoritären Jahre unter Präsident Robert Mugabe. Misswirtschaft. Korruption. Ausbeutung. Raubbau der Bodenschätze von außen. Und die Einflussnahme inter-nationaler Interessen.

    Simbabwes Frauen wollen gehört werden und ihrer Welt eine Stimme geben. Jesus Auffor-derung: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken, dieses Wort gilt allen ohne Ausnahme, und öffnet Wege zu persönlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. So haben es die Frauen aus Simbabwe verstanden — und sie nehmen jeden Tag ihre Matten und gehen.

 

In kleinen Spielszenen und Wortbeiträgen, in Gebeten und in Liedern, haben die Grebendörfer Frauen und der Singkreis Schwebda diesen Weltgebetstag gestaltet. Auch in der landes-üblichen Bantusprache Simbabwes — dem Shona. Wakadii hako? - Wie geht es Dir? Zvakanaka kuti uri kunditeerera! - Schön, dass Du mir zuhörst!

    Am Ende des Gottesdienstes gab es im Ev. Gemeindehaus leckere Speisen nach landes-typischen Rezepten. Salate. Gebratenes. Reis. Gemüse. Kuchen. Und vieles mehr. Ein großen Dank an alle. Auch an die stillen Mitwirkenden — und an alle Gottesdienstbesucher an diesem Weltgebetstag in Grebendorf.


Das größte Musikinstrument — die Glocke?

Ist sie das größte Musikinstrument weit und breit? — unsere Glocke, oder die Glocken? Vielleicht nicht ganz. Aber sie ist wichtig für unser Leben. Sie ordnet die Zeit, sie gibt uns Orientierung,  sie ruft uns zum Gebet und zum Gottesdienst — sie läutet das Wochenende ein und die neue Woche. Und wenn die Glocke schweigt, dann ist es schon irgendwie komisch. Da ist eine Stille, die sich auf das ganze Dorf legt wie ein Tuch. Eine nicht greifbare Stille. Es fehlt etwas... — etwas Vertrautes. Die Glocke!

     Seit rund zwei Wochen schweigen unsere Glocken in Jestädt. Die Klöppelaufhängung unserer großen Glocke hat sich gelockert. Splint und Sicherungsschraube sind rausgefallen. Eine Ab-schaltung der Läuteanlage wurde notwendig. Nun war der Glockenwart da, hat alles wieder instand gesetzt und alle Funktionen überprüft. In einem zweiten Termin kommt die Kirchturmuhr dran. Und dann — können wir wieder läuten! Und dann hat auch alles wieder seine Ordnung.

     Nachtrag: Wir läuten wieder. Herzlichen Dank an den Glockenwart der Firma Hörz (Turmuhren und Glockentechnik Biberach), Herrn Reinhard Müller. 


Sonntag, 16.02.2020

Vorstellungsgottesdienst der neuen Konfigruppe

 

Ein Fußball. Ein Pokal. Schlagstöcke. Eine Posaune oder ein Buch. Die Hobbys der neuen Konfis.

Das sind sie. 16  Jungen und Mädchen, oder besser — die Jugendlichen, die jetzt ihr Konfijahr

beginnen und 2021 konfirmiert werden. Ein Jahr die Kirche und die Gemeinden kennenlernen.

Ein Jahr sich mit dem Glauben vertraut machen. Über ihn reden, diskutieren, streiten —

und sehen, wo stehe ich eigentlich.

 

Steh auf, nimm deine Matte und geh! (Joh. 5,8). Dieses Wort stand im Mittelpunkt der Predigt von

Jugendreferentin Marina Porzelle. Jesus macht eine Ansage. Es ist weder kompliziert noch missverständlich. Und doch spricht er etwas Unfassbare aus. Doch nicht die gesagten Worte 

allein haben den lebenslang kranken Mann von dem hier die Rede ist wieder gesund gemacht. 

Jesus fordert den Mann auf, aktiv zu werden, an Veränderung zu glauben und diese auch zu wollen.

     Übertragen auf unsere (Vor-)konfirmanden heißt das, ihr seid angenommen von Gott und dürft ihm vertrauen. Sucht euren Weg im Glauben, in eurem Leben, in all eurem Tun — wartet nicht auf ein Wunder, denn es fällt nicht so vom Himmel. „Wir wollen aufstehen“, so haben wir gesungen (aus dem EGplus 130) — wir wollen aufstehen, aufeinander zugehn, voneinander lernen, — miteinander umzugehen. Aufstehen, aufeinander zugehn und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehen.

     Die neuen Konfis haben passend dazu ihre Gedanken, Wünsche und Visionen aufgeschrieben, und in Form von Füßen aus Papier dargestellt.

 

Pfarrer Rainer Koch sprach im Namen der Kirchenvorstände vom gegenseitigen Begegnen, von gemeinsamen Gesprächen — und einem guten Miteinander. Ein schöner Vorstellungsgottes-dienst an diesem Sonntag in Grebendorf, und begleitet durch Herrn Bernd Homeier (Großbartloff) an der Orgel. 


Bibel tanzen

Diese Umschreibung allein klingt schon spannend. Die Bibel tanzen!

Und Ja! — das geht: — Bibliotanz

     Bibliotanz ist eine besondere Methode der Bibelauslegung. Texte werden bewegt und der Glaube so im Tanz ausgedrückt und erfahrbar gemacht. Marina Porzelle, unsere Gemeinde-pädagogin und nun auch Bibliotanzleiterin in Ausbildung, gestaltet einen Workshop in Reichen-sachsen zu diesem Bibel tanzen. 

     Das Seminar findet statt am Sa. 29. Febr. 2020 zwischen 10 und 15 Uhr.

     Gemeindehaus in Reichensachsen, Steinweg 60

Eingeladen sind alle, die Lust an Bewegungen und Tanz haben. Angeregt durch unterschiedliche Musik und Übungen soll jeder Teilnehmer durch Improvisation eigene Bewegungs- und Aus-

drucksformen finden. Vorerfahrungen im Tanz sind nicht notwendig. Bequeme Kleidung und leichte Schuhe sollten mitgebracht werden.

     Zum Mittagessen soll etwas Mitgebrachtes geteilt werden. Daher wäre es toll, wenn jeder eine Kleinigkeit beisteuern könnte. Teilnehmer-Plätze sind noch frei! Die Teilnahme kostet 4 Euro.

     Anmelden: bis Montag 24.02.2020 bei Marina Porzelle (Tel. 0157 77611289)

     sowie per E-Mail an: marina.porzelle@gmx.de   


Kleiner Teddy sucht sein Zuhause

Teddy sucht sein Zuhause

Dieser kleine Teddy sucht sein Zuhause.

Er lag auf dem Parkplatz vor dem Paul-Gerhardt-Haus in Jestädt. Vielleicht aus einem Kinderwagen gefallen. Oder aus einem Auto. Gefunden hat ihn Marco Reuß vom Kirchenvorstand.

Infos bei Pfarrerin Jutta Groß, Jestädt (Tel. 05651-20223), oder auch bei Mareike Buchenau, Friseur Schnittwinkel in Jestädt.

                                              Wer kennt den kleinen Teddy? 

 

                                              Nachtrag: Der Teddy ist eine Katze — und sie ist wieder zu Hause.

                                              Ein Kind wieder glücklich. Und die Oma auch, die die schöne Katze

                                              gefertigt hat.


2Flügel-Kopfkino

2FLÜGEL - Kopfkino in Eschwege

Lichtspiele für die Seele.

Lieblingslieder & Geschichten von Christina Brudereck (Schriftstellerin und Theologin, und Benjamin Seipel (Pianist und Doz. an der Hoch-schule für Musik in Köln).

29.02.2020 — Marktkirche Eschwege

Einlass ab 19 Uhr

www.2fluegel.de

                                               Veranstalter: Kirchenkreis Eschwege

                                               Karten: Buchhandlung Heinemann oder an der Abendkasse

                                               online: www.kultur-eschwege.de