Konfirmation in Jestädt

Sonntag, 8. April 2018

Wenn schweres Glockengeläut die Gemeinde zum Gottesdienst ruft, und wenn vor dem Kirchen-portal die Kirchenfahne weht, dann ist dies ein besonderer Sonntag. Und so war es auch heute. Wir haben Konfirmation gefeiert.
Vier junge Menschen haben heute ihr eigenständiges Ja zum Glauben abgegeben. Vor Gott und vor der Gemeinde. Ein Ja zum Glauben, der erst im Alltag und im Leben gefunden werden muss, der seinen Platz braucht, der erst erfahren und gelebt werden will. Das ist gar nicht so einfach. Es braucht Zeit, es braucht Ausdauer, es braucht vielleicht auch den Mut etwas anzunehmen, was nicht so richtig greifbar und dennoch doch da ist. Der Glaube kann Berge versetzen, heißt es – man muss nur daran glauben. Und damit fängt die Schwierigkeit schon an.
Pfarrerin Jutta Groß hat in ihrer Predigt ein Navi zur Hilfe genommen, um zu zeigen, dass es sich mit dem Navi wie mit dem Glauben verhält. Beide brauchen ein Ziel. Alle wichtigen Daten kann man im Navi eingeben. Startpunkt. Den kürzesten Weg. Den bequemsten Weg. Über die Landstraße oder über die Autobahn. Zu Fuß oder mit dem Auto? Ein Navi kann nur etwas berechnen, wenn es auch einen Zielort gibt. Ohne ein Ziel ist das Navi dumm. Der Glaube lässt sich nicht mit ein paar Daten starten – und dann kommt etwas Fertiges heraus. Auf Knopfdruck. Perfekt. Sofort einsetzbar. Nützlich in allen Lebenslagen.
Der Glaube ist ein Prozess. Ein Suchen. Ein Ausprobieren. Ein Vor- und zurück. Auch ein Scheitern ist möglich. In allem aber, – wie auch immer unsere Suche sich gestalten wird – in allem ist gewiss,
Gott ist immer bei uns. An jedem neuen Tag. Und das ist ein richtig gutes Ziel.
Wünschen wir unseren Konfirmierten "Sophie Schweizer, Lennart Gries, Jason Köhler und Elias Kringel" einen sicheren Weg durch ihr Leben – im Glauben an Jesus Christus.


Konfirmanden-Vorstellungsgottesdienst

Sonntag, 11. März 2018 in Grebendorf

Hab Zutrauen – Trau dich – Vertraue.
Drei Begriffe, die für sich genommen schon unendlich viele Bilder im Kopf projezieren, und erst recht als Wortpaket. Das zurückliegende Konferjahr der Konfirmanden 2018 war weit mehr als nur diese drei Begrifflichkeiten, aber sie bildeten den Kern des Vorstellungsgottesdienstes an diesem Sonntag in Grebendorf.
 
Die Jugendlichen verbanden das Zutrauen, Trau dich und Vertraue – mit den gerade angesagten Musiktiteln (... Vincent Weiss, Max Giesinger, Mark Forster, Adel Tavil, Sportfreunde Stiller oder Die Toten Hosen?) – Texte jedenfalls, die weit unter die Haut gehen und ein Gefühl transpor-tieren, als könnten neue Worte in einem neuen Kontext gestellt, die Welt auf wundersame Weise verändern. Ja – ja das können sie. Und in diese Welt hinein haben die Konfis ihre eigenen Worte gepackt und szenisch (mit Schubkarre und Schuhkarton) umgesetzt.
Zutrauen, Trau dich und Vertraue haben auch noch ganz andere Quellen. Zum Beispiel in der Geschichte von Jona und dem Wal, und dem Strafgericht über die Stadt Ninive. Oder in der Geschichte von Malala, dem mutigen Mädchen aus Pakistan, das sich auch durch einen Anschlag der Taliban nicht davon abbringen ließ, sich für das Recht auf Bildung auch für Mädchen einzu-setzen.
Den Gottesdienst der Konfis könnte man vielleicht so auf den Punkt bringen: der Glaube hat seine Sprache zu seiner jeweiligen Zeit. Dabei ist er weder altmodisch noch oder nur zu aktuell, oder gar nur zu prospektiv.
Und – junge Sprache hat auch seine Geschwindigkeit. Nach einer halben Stunde – 40 Minuten, war der Gottesdienst an diesem Sonntag beendet.
 
Komm, heiliger Geist, mit deiner Kraft, / die uns verbindet und Leben schafft. An der Orgel begleitete uns Herr Homeier aus Großbartloff. Und den Segen sprach die Jugendmitarbeiterin Marina Porzelle, die auch – das Gottesdienstkonzept in ihren Händen hatte.
Vielen Dank für diesen Gottesdienst.


Weltgebetstag im Kindergottesdienst

4. März, Paul-Gerhardt-Haus

Wo liegt eigentlich Surinam? – Die Kinder in Jestädt haben es im letzten Kindergottesdienst er-fahren: es ist das kleinste Land in Südamerika. Dorthin ging in Gedanken die Reise und sie haben vieles gesehen von den Menschen, Tieren und Pflanzen, der schönen und bedrohten Natur.

Zum Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt“ wurde ein Bodenbild zur Schöpfungsgeschichte gelegt, und anschließend gebastelt: Schildkröten, Papageien, Schmetterlinge. Zur Musik aus Suri-

nam wurde gesungen und getanzt. Es war ein fröhlicher Kindergottesdienst. Und die Erdnuss-plätzchen haben auch allen geschmeckt.


Weltgebetstag 2018 in Schwebda

2. März 2018
Gottes Schöpfung ist sehr gut! Unter diesem Leitwort stand der Weltgebetstag der Frauen 2018
in Schwebda. Surinam, an der Nordostküste Südamerikas gelegen, ist das kleinste Land Süd-amerikas mit rund 540.000 Einwohnern – und es ist vielleicht eines der Buntesten. Seine Einwoh-ner haben afrikanische, indische, indigene, javanische, europäische und chinesische Wurzeln. Auf einem Quadratkilometer kommen etwa 3 Einwohner.
Surinam – ein kleines Land mit tropischen Regenwäldern (80% des Grundgebietes), mit mehr als 1000 verschiedenen Baumarten, Palmengärten, hohen Gebirgsketten (der Julianatop mit 1280 Metern), großen Flüssen und einer bunten Flora und Fauna. Hier findet man den Kaiman wie den Jaguar, das Faultier, das Gürteltier oder eine besondere Art der Meeresschildkröte am Strand von Galibi. Diese einzigartige Natur ist gefährdet durch Raubbau und heillose Rodungen der Wälder. Durch Bauxitminen und elende Verschmutzung durch legale und illegale Goldminen. Es gibt aber auch Erfolge im Naturschutz, und mittlerweile elf Naturschutzgebiete, aber der Weg ist weit und lang im Kampf zwischen Erhalt und Bewahrung der Schöpfung, und den Interessen und der Gier nach Macht und Reichtum.
Gottes Schöpfung ist sehr gut! Das war die Aufgabe der Schwebdaer Frauen an diesem Weltge-betstag. Aufzuzeigen – und bewußt zu machen, dass die Sorgen dieser Welt nicht nur vor der eigenen Haustür liegen, sondern ein weltumspannendes (globales!) Netz sind, und alles mit- einander verwoben ist. Eine Erschütterung am einen Ende der Erde hat Auswirkungen auf die gesamte Erde. Gottes Schöpfung ist eben nicht in Länder unterteilt und macht nicht an Länder-grenzen halt. Diese Schöpfung zu bewahren ist Aufgabe aller Menschen und aller Nationen und aller Hautfarben.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Gemeindehaus noch leckere Spezialitäten nach surinamischen Rezepten. Reisgerichte mit Huhn, Fleischbällchen mit höllisch scharfer Soße, Salate mit Süßkartoffel und Hokaidokürbis, Paprika und Bohnen – oder eine Kokusnusscreme als Nach-

tisch. Und eine besondere Bierspezialität gab es auch.
Surinam war übrigens eine englische und dann niederländische Kolonie. Es wurde 1975 unab-hängig. Niederländisch ist nach wie vor Amtssprache. Fast 50% der Bevölkerung sind Christen – und Christoph Columbus hat als erster Europäer 1498 die Küste Surinams entdeckt.

 


Neue Konfirmandengruppe in Meinhard

Begrüßung der neuen Konfis

25. Febr. 2018 in Grebendorf

Schön sah es aus, als 31 brennende Kerzen auf dem Altar standen. Es waren die „Konfi-Kerzen“, die die Jungen und Mädchen des neuen Meinharder Konfirmandenjahrgangs bei ihrem ersten Treffen selbst gestaltet hatten und nun im Gottesdienst zu ihrer Begrüßung in der Kirche in Grebendorf anzündeten. Passend dazu legte Jugendreferentin Marina Porzelle in ihrer Predigt die Worte Jesu aus der Bergpredigt aus: „Ihr seid das Licht der Welt – Ihr seid das Salz der Erde“.

Wir wünschen den Konfirmandinnen und Konfirmanden für das nächste Jahr viele gute Begeg-nungen und Erfahrungen, so dass ihr Licht in den Gemeinden und in der Welt Leuchtkraft ent-

wickelt. Ihre Kerzen werden sie künftig bei ihren Gottesdienstbesuchen in den Heimatgemeinden anzünden.


JESTÄDT · MOTZENRODE · HITZELRODE · NEUERODE · GREBENDORF · SCHWEBDA · FRIEDA

Stahl-Lutherbuch am Radweg in Grebendorf
Lutherbuch am Radweg in Grebendorf

Erste Gebrauchsspuren

Am 25. Oktober haben wir unser Lutherbuchl am Radweg in Grebendorf aufgestellt. Die ersten Spuren durch Regen, Schnee und Sonne und alle sonstigen Einflüsse, sind darüber hinweggezogen – die erste Patina eben. So soll es auch sein. Unser Denkmal soll mit der Zeit und durch die Zeit leben. Das ist nun fast vier Monate her.

Nun finden wir sogar die ersten Gebrauchsspuren in Form eines Graffiti. Eine Aktion, die nicht gerade von uns gewünscht war, aber auch irgendwie ein Zeichen unserer Zeit darstellt. Darüber kann man nun glücklich oder auch unglücklich sein. Es ist so. Denkt man positiv darüber, dann können solche Graffiti durchaus belebend wirken. Wie ein Tagebuch unserer momentanen Befindlichkeit eben. Verfasst auf kleiner Fläche. Eine Kunstaktion in der Kunst – was immer auch die Botschaft dabei sein soll. Wobei – akzeptabel ist und bleibt die Schmiererei natürlich nicht.


Jona oder – Wasser hat keine Balken

Erzähl-Gottesdienst mit Windwood & Co / 7.01.2018
Sie sind keine Unbekannten mehr. Sie waren auch schon öfter bei uns zu Gast.
Und dennoch ist kein Auftritt, keine Darbietung, kein Gottesdienst wie der andere. Dafür stehen sie, das Instrumentalduo Windwood&Co – das Musiker-Ehepaar Vanessa Feilen und Andreas Schuss. Sie kommen aus Mudersbach im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Einer 6000? -Seelengemeinde oder mehr. Vielleicht liegt ihnen daher die Nähe zum Menschen. Der direkte Kontakt.

Ein Musik- und Erzählgottesdienst zur Jahreslosung 2018.
Jona oder: Wasser hat keine Balken.
Jona, der Prophet – der von Gott nach Ninive geschickt wird um den gottlosen Bewohnern das Ende ihrer Zeit zu verkünden. Nicht gerade ein heißbegehrter Job als Hiobsbotschafter. Und so entschließt sich auch Jona – nicht dorthin zu gehen. Punkt. Fertig. Seine Rebellion (...gegenüber Gott) ist im übrigen nichts Neues. Jona oder Jonas – wie er in der lateinischen Bibel genannt wird, stellt sich nicht nur stur gegenüber Gott, sondern läuft weg. Möglichst weit weg – weg von Gott.
Jona besteigt ein Schiff und segelt weg Richtung Tarsis (an die heutige Küste Spaniens). Natürlich kommt ein Sturm auf. Das Schiff droht zu kentern. Und um die bösen Mächte des Sturmes und Meeres irgendwie zu besänftigen, muss ein Opfer her – und da fällt die Wahl auf Jona. Und Jona wird kurzerhand über Bord geworfen. Augenblicklich beruhigt sich das tosende Meer – und dann geschieht das Verwunderliche. Das eigentlich Verwunderliche. Gott schickt einen großen Fisch, der Jona verschluckt und drei Tage später wieder ausspuckt. Und ausgerechnet zurück vor die Tore Ninives.
So kennen wir die Geschichte, wie sie sich bei uns – eingeprägt hat.
 
Am Ende überbringt Jona doch die Hiobsbotschaft vom Untergang Ninives.
Das Volk Ninives aber tut Buße. Und Gott vergibt ihnen. Und dann gibt es noch die Geschichte vom Wachsen und Sterben der Rizinusstaude.

Neben der Erzählung von Jona – erlebte die Gemeinde in der Grebendörfer Kirche ein einzigartiges musikalisches Spiel von Keyboard, Panflöte, Harfe, Klarinette, Saxophon – manchmal wurden zwei Instrumente gleichzeitig gespielt, also im Duett mit sich selbst. Sie sind wahrlich " Multitalente ", die beiden Andreas Schuss und Vanessa Feilen. Spielleute... Spielleute Gottes – wie sie sich gerne selber bezeichnen.