Alte Thesen - neu gelesen: Das Luther-Projekt in Meinhard

 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Was als Protest eines Einzel-

nen begann, wurde zur Reformation und zu einem Weltereignis. Auf diesem Hintergrund hat unsere Landeskirche im Frühjahr alle Gemeinden aufgerufen, das Erbe Luthers in das Bewusst-

sein zu rufen und das Weltereignis von 1517 neu zu thematisieren und zu entdecken.

Auch wir in Meinhard haben zu dem Wettbewerb der Landeskirche eine Projektidee eingereicht.

Unter der Überschrift „Luther bewegt uns zusammen“ wollen wir versuchen, die Zusammen-

gehörigkeit in unserem Kirchspiel Meinhard zu stärken.

 

Bis zum Reformationstag 2016 werden in allen sieben Gemeinden Gottesdienste und Veran-staltungen stattfinden, die natürlich in thematischem Zusammenhang mit Luther stehen. Und alles soll in einem künstlerisch gestalteten Buch dokumentiert werden.

 

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst am 31. Oktober 2015 in Schwebda haben wir unser Projekt eröffnet. Ein Bericht dazu folgt.

 


Pilgern auf dem Lutherweg

Zum 24. Mal hatte die Kirchengemeinde Jestädt zum Frauenfrühstück eingeladen. Unter der be-

währten Vorbereitung von Friederike Gruß und Claudia Becker und diesmal unterstützt von Ingetraut Hesse gab es wieder manche Leckereien am Büffet.

Nach der Stärkung nahm Pfrin. Iris Hocke die Teilnehmerinnen mit auf einen Pilgerweg. Im Som-

mer war sie mit einer Gruppe auf der ersten Etappe des Lutherwegs von Worms nach Eisenach unterwegs. Sie zeigte Fotos und erzählte sehr anschaulich von den Schönheiten der Landschaft und den Strapazen des Laufens, oder vom Fluglärm rund um Frankfurt, der die Phasen des Schweigens beeinträchtigte.

 

Zum Abschluss las Friederike Gruß Worte aus "Desiderata":

Geh ruhig deinen Weg und wisse, welchen Frieden die Stille zu schenken vermag.

Steh mit allen auf gutem Fuß, aber gib dich selbst dabei nicht auf.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar,

und höre die anderen an, auch sie haben ihre Geschichte.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichst, wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten,

denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.

Sei immer du selbst - vor allem:

Heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.

Erwarte heilsame Selbstbeherrschung von dir.

Sei freundlich und sanft zu dir selbst.

Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.

Was auch immer deine Mühen und Träume sind in der lärmenden Verwirrung des Lebens -

nimm dir Zeit für deine Seele.

Du bist ein Kind, du bist ein Original der Schöpfung.

Sei keine Kopie der Erwartungen, lebe als Original.

Geh deinen Weg, lebe dein Leben.

 


Erntedank- und Taufgottesdienst

4. Oktober 2015

Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeien stehen in des Himmels Hand... Auch wir haben die Früchte aus Feld und Flur zusammengetragen in unserer Kirche. Brot, Trauben, Äpfel, Nüsse, Kastanien, Kartoffeln, Weißkohl, Rotkohl, Kürbis und Lauch,
Sonnenblumen und Getreide – Erntedank, ein Sinnbild für den großen Reichtum unserer Natur. Ein Sinnbild für Gottes große Schöpfung – aber auch der Lohn für der viele Hände Arbeit.

Erntedank erfährt heute ein vielfach geteiltes Bild. Allein, wenn man an die Flüchtlinge auf ihrer Flucht quer durch Europa denkt. An die Menschen, die noch immer in ihren Ländern Hunger leiden – an die Menschen, die unter unwürdigsten Bedingungen leben und arbeiten – Menschen, die ausgebeutet, erniedrigt, versklavt und vielleicht aus Glaubensgründen verfolgt und getötet werden. Und dann die andere Seite: dass sich ein Staatschef einen Palast mit 1000 Zimmern bauen lässt – ein Bischof Unsummen für seinen Amtssitz ausgibt – oder eine Stadt den Überblick über den Bau seines Flughafens verloren hat... und und und.
Sicher, wir können nicht alles Unrecht der Welt schultern und sofort lösen. Aber wir können helfen, mitmachen, teilhaben und "hinschauen statt weg zu sehen". Einer trages des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Wir haben aber nicht nur Erntedank gefeiert, sondern auch getauft. Wir haben einen jungen Menschen aufgenommen in die Gemeinschaft des Glaubens und damit auch Danke an Gottes Schöpfung gesagt. Und so wurde Lotta Ine Striening getauft. Ich danke dir dafür, dass ich wunder-

bar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele (Ps.139, 14).
Ein wohl treffender Taufspruch. Die Kinder des Kindergartens Sonnenschein aus Frieda (Leitung Andrea Bullmann) haben kräftig gesungen und der Taufe einen ganz besonderen Rahmen gegeben.

Ein schöner Gottesdienst.


6.9.2015 – Hoffest bei Familie Wicke, Gutshof Jestädt


Wettertechnisch war der Sonntag ein Paukenschlag, so beschrieb es ein Wetterfrosch für unsere Region. Es war eher durchwachsen und gut frisch.
Ein Paukenschlag war tatsächlich die Predigt, die Prädikant Heiko Striening an diesem Sonntag hielt. Heiko Striening zitierte aus einem Gedicht: Homo Sapiens (v. Hansjörg Ziegler?)
Wir sind ein selten dummes Geschlecht!
Das Getier und die Gewächse, die wir essen, vergiften wir. 
Das Wasser, das wir trinken, verseuchen wir.
Die Luft, die wir zum Atmen brauchen, verpesten wir.
Die Sonne, die den Tag uns schauen lässt, verdunkeln wir.
Die Nacht, die uns den Schlaf beschert, erhellen wir. 
Den Regen, der zum Wachstum hilft, versäuern wir. 
Das Leben, das wir doch nur einmal haben, bedrohen wir.
Die Arbeit, die ein Teil von uns sein soll, entfremden wir. 
Den Frieden, den wir dauernd predigen, bewaffnen wir. 
Die Liebe, die umsonst uns freuen will, vermarkten wir. 
Den Gott, der uns und diese Welt entstehen ließ, verleugnen wir. 
Die Hölle, an die keiner glaubt, die schüren wir. 
Wir sind ein selten dummes Geschlecht! 
 
Diese Worte saßen. Vielleicht um so mehr, weil wir hier auf dem Hof der Familie Wicke von dem umgeben waren, was die Arbeit an der Scholle Erde, an seinen Früchten, an Fleiß und Arbeit und am Erlös und am Wert dessen... ausmacht. Das waren nach-denklich-eindrückliche Worte. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Bilder und Nachrichten über die Flüchtlingsströme, die durch Europa ziehen.
Vielleicht blieb diese Predigt im Ohr. Beim Rundgang über den Hof. Beim Verzehr der leckeren Speisen rund um die Kartoffel. An den zahlreichen Ständen: der AGU; Monte Meißner Vital; Klugs Kräutergeflüster; dem Teichhof oder bei den Oldtimern. Die Kinder hatten ihre Freude im Labyrinth oder auf der Strohburg. Der Bläserchor aus Reichensachsen spielte wie auch die Original Werraspatzen. Und Herbert Wicke gab Einblicke in die maschinelle Verarbeitung der Kartoffel bis hin zum Verkauf.
Ein schönes Hoffest. Und das Wetter war am Ende doch noch ganz passabel.
 


9.08.2015 – Waldgottesdienst in Jestädt
Ferienzeit – der Gesangverein ist nicht singfähig – die Besucher und Gäste sind in überschaubarer Größe – und ein Stromkabel schaltet prompt auf Störung... – das fordert jeden Organisator heraus. Aber davon ließ sich der Heimatverein Jestädt nicht schrecken. Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und Würstchen zum Waldgottesdienst und für den späteren Nachmittag – ganz traditionell, und wie in all den zurückliegenden Jahren auch. Pfarrerin Jutta Groß leitete den Gottedienst und begleitete ihn mit ihrer Gitarre.

 

DANKE – heißt das Zauberwort. Danke für deine Hilfe. Danke für dein Kommen. Danke für diesen schönen Morgen... Bewußt oder auch unbewußt und wie im Schlaf, – so Jutta Groß in ihrer Predigt – sagen wir dieses kleine kurze Wort. Und es hat in allen Sprachen die gleiche Bedeutung: Merci. Thank you. Grazie. Als Substantiv gehört es zur Sippe von → denken und bedeutet ursprünglich, jemand in seiner Absicht, in seinen Gedanken, in seinem Willen halten. Daraus hat sich das germanische Wort "panka" – und daraus das heutige Danke (ich danke) entwickelt. Danke zu sagen – ist mehr als nur dieses kleine Wort. Es ist eine Wertschätzung.
Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag. Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag. (EG 334-Danke)


26.07.2015
Lektorin im Kirchspiel eingeführt

Kraft des Amtes, beurkundet und besiegelt durch Prälatin Marita Natt, ernennt die Landeskirche
von Kurhessen-Waldeck "Frau Silke Raschner-Heuckeroth" zur neuen Lektorin im Kirchspiel Meinhard. Möge sie Freude haben an ihrer Aufgabe und in ihrem künftigen Wirken. Ein besonderer Gottesdienst war das gestern in Neuerode. Ein schöner Gottesdienst. Ein feierlicher Gottesdienst.

 

Die Mitgieder des Kirchenvorstands Neuerode legten ihre Hände auf die Schultern von Silke Raschner bei der Einsegnung; Orgel- , Gitarren- und Flötenspiel erklangen; und starke Stimmen sangen: "Du meine Seele, singe"... – oder "Herr, wir bitten: komm und segne uns..." Sicher ganz ungewohnte Töne in dieser kleinen feinen Kirche – und auch nicht alltäglich. Aber das war dieser Gottesdienst ja auch nicht, den Pfarrerin Jutta Groß leitete.
Die allererste offizielle Predigt als Lektorin, stellte Silke Raschner-Heuckeroth unter das Wort aus
Matthäus 5: Du bist das Salz der Erde. Das Licht der Welt. Du bist kostbar – du bist wichtig. Heute haben wir beinahe vergessen, wie wichtig früher das Salz oder das Licht waren. Und wie wenig selbstverständlich. Es war etwas – kostbares. Und so ist auch der einzelne Christ kostbar,
wenn er in Gott und für Gott und in seinem Glauben lebt. So kostbar und wichtig wie das Salz auf dem Essen. Wie das Licht im Zimmer. Ohne das Salz – würde keine Mahlzeit schmecken und ohne das Licht – würden wir nichts sehen. Wir Christen müssen "Salz und Licht" sein.

Symbolisch für diese Worte gab es am Ende des Gottesdienstes für jeden ein Tütchen mit einem Teelicht darin und Salz.

In einer Scheune gegenüber der Kirche traf sich anschließend die Gemeinde noch zu Gesprächen mit und um Silke Raschner-Heuckeroth. Es gab Leckeres aus Küche und Backofen und Wurstekammer – und damit ließ sich auch wieder ein kleiner Bogen zur heutigen Predigt des Gottedienstes schlagen.

 


19. Juli 2015

Goldene Konfirmation in Jestädt

Ein Erinnerungsgottedienst oder ein Festgottesdienst ist immer etwas Besonderes.
Heute feierten die Konfirmanden der Jahrgänge 1964 und 65 die Goldene Konfirmation hier in Jestädt, wo sie einst von Pfarrer Paul Weisheit eingesegnet wurden. Frau Hergert begleitete den Gottedienst an der Orgel – und der Kirchenchor umrahmte ihn mit starker Stimme: "Ich lobe mei-

nen Herrn von ganzem Herzen" ...

Ein Festgottesdienst ist immer etwas Besonderes – dass bekräftigte auch Pfarrerin Jutta Groß in ihrer Predigt. Fünfzig Jahre – da kann man schon zurückschauen auf das was war; was man erlebt hat; wohin das Leben einen getragen hat und was vielleicht noch vor einem liegen wird. So oder so ähnlich wird es wohl allen Menschen ergehen. Dabei – so Jutta Groß – ist es sicher auch immer eine Frage des wie. Der Betrachtungsweise oder einfach "des Blickwinkels".

Dazu folgende Geschichte: Ein junger Mann in der Wüste, nur in Badehose und Badeschlappen und mit einem Handtuch, unterwegs zum Meer. Sengende Hitze. Er ist allein. Dann sieht er eine Karawane, es ist keine Fatamorgana – es ist eine Karawane. Als sie beide auf Augenhöhe sind, fragt der junge Mann: "Wie weit ist es noch bis zum Meer?" Großes erstaunen bei der Karawane. "Dreihundert Kilometer sind es noch" – so die Antwort.
WOW sagt der junge Mann: "Was für ein Strand !"
Ja – es kommt eben auf den Blickwinkel an.

Eine weitere Geschichte.
Wieder der junge Mann. Wieder in Badehose. Wieder nur ein Handtuch. Er bemerkt ein Rudel Löwen hinter sich. Sein Schritt wird schneller und schneller. Dann läuft er. Und dann sinkt er in den Sand. In seiner Not faltet er die Hände und betet zu Gott. Die Löwen mögen friedlich und gutmütig sein. Alsbald haben nun die Löwen den jungen Mann erreicht und umkreist. Auch die Löwen sinken in den Sand, falteten ihre Pfoten und beteten. Danke Herr – für diese unverhoffte Speise.
Ja – es kommt auf den Blickwinkel an.
Ja – es kommt auf Gott an. Mit seiner Hilfe das eigene Leben in seinen Höhen und Tiefen immer wieder zu betrachten. Neu zu betrachten. So wird Schweres im Leben vielleicht "leichter" und die Freude zur doppelten Freude.

Und so haben wir diesen besonderen Gottesdienst gefeiert. Mit einem gemeinsamen Abendmahl. Mit den Gebeten. Danksagungen. Mit dem Kirchenchor und der Gemeinde. In dir ist Freude in allem Leide, oh du süßer Jesu Christ! Der Gottesdienst endete mit vielen Gesprächen in und vor der Kirche. Und unter den Besuchern waren auch Frau Weisheit und ihr Sohn. Auch immer wieder etwas Besonderes. Am Friedhof wurde anschließend der verstorbenen Mit-Konfirmandin gedacht – und zum Abschluß der Goldenen Konfirmation traf man sich zu einem gemeinsamen Mittagessen.
Das Wetter – stand beispielhaft für das Leben. Regen. Wolken. Sonne und blauer Himmel.

 


30.6.2015 –

Gemeindefahrt nach Jena


Pfarrer Rainer Koch rief zur Gemeindefahr. 53 Gemeindeglieder aus dem Kirchspiel Meinhard kamen. Ein vollklimatisierter Bus von Döring-Reisen aus Geismar. Und das Wetter wie bestellt: ein strahlend azurblauer Himmel, durchzogen mit Cumuluswoklen, bei 27 Grad, leichtem Westwind – alles wie aus einem Ferienkatalog. Das konnte nur schön werden.

Start in Meinhard über Treffurt, Creuzburg, Krauthausen – weiter dann über die Autobahn Richtung Eisenach. Vorbei an Waltershausen, Magdala – Gotha, Erfurt und Weimar quasi im Vorbeifahren. Schön der Blick auf die Burgen – "Burg Gleichen, Mühlburg und die Veste Wachsenburg" – auch die Gleichenschlösser genannt oder "Die Drei Gleichen", die ihren Namen einem gemeinsamen Ereignis verdanken. Alle drei Burgen sollen zeitgleich von einem Kugelblitz getroffen worden sein. So sagt es die Sage.
Mittagspause im Braugasthof Papiermühle in Jena – einem sehr schönem Ambiente zwischen Brautradition und kulinarischem Genuss aus heimisch-thüringischer Küche. Hier wird übrigens noch oder wieder (seit 1996) richtig Bier gebraut. Heute mit einer Kapazität von 19 Hektolitern pro Sud. Alles nach neuster Technik und Braukunst. Abbè, Goethe, Luther, Schiller und selbst Napoleons Truppen sollen hier gewesen sein. Wir – wir waren es auf jeden Fall.

Nach zweistündiger Pause ging es zum eigentlichen Ziel der Reise: dem Planetarium Zeiss-Jena. Jena allein ist schon eine Reise wert. Die schönen Bürgerhäuser unterschiedlichster Stilepochen. Schön wieder herausgearbeitet, in Farbe gesetzt, verbunden mit neuzeitlichen Bauelementen, Leben und Treiben zwischen Alt und Jung (Universitätsstadt). Die Herkunft des Stadtnamens "Jena" ist nicht ganz geklärt. Und dass Jena heute so schön ist, verwundert fast, denn Jena war nach Nordhausen die am schwersten zerstörte Stadt Thüringens im Zweiten Weltkrieg.
Zeiss-Planetarium – eine Stunde eintauchen in die Welt der Sterne, Planeten, Gaswoken, Kometen und Galaxien. Man konnte sich gar nicht alles merken. Einfach zuviel. Einfach zu groß. Einfach zu weit. Am Ende blieb man das was man ist: ein Staubkorn im großen Universum. 


6. Juni 2015
Hochzeit in der Jestädter Kirche

Das Gemeindeleben hat viele Gesichter. Und dazu gehört auch eine Hochzeit. Zwei junge Men-

schen geben sich das Ja-Wort. Christoph Klug und Lyn Wostmann haben es getan. Sie haben sich ihr JA gegeben vor Gott und der Gemeinde. Die Kirche war proppevoll. Heiko Striening gestaltete den Gottesdienst und Sonja Scharfe saß an der Orgel.
"Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen".

Dem Brautpaar war es anzusehen. Den Eltern, Verwandten, Angehörigen und Freunden – und der ganzen Gemeinde. Ein Tag – wie man es sich wünscht. Und die Sonne strahlte vom Himmel. Gott möge dem Brautpaar Schutz und Schirm sein, in guten wie in schlechten Zeiten, ein Wegbegleiter,
Trost und Hilfe auf ihrem gemeinsamen Weg durchs Leben. 


31. Mai 2015
Sternwanderung nach Motzenrode

Wann haben Sie das letzte Mal geküsst – oder können Sie sich noch an ihren ersten Kuss erinnern? An das Brickeln? An die Gefühle? An die Schmetterlinge im Bauch? Die Mediziner sagen: Küssen ist gesund. Macht schlank. Verbrennt Kalorien. Bewegt über 26 Gesichtsmuskeln. Stärkt das Immunsystem und wer oft küsst und geküsst wird – lebt länger.

 

Was für ein Spagat – diesen lockeren Predigtbeginn nun wieder in eine Form des Bibelwortes zu bringen. Pfarrerin Jutta Groß sprach vom Kuss als Ausdruck des Begrüßens (ähnlich vielleicht dem heutigen Handschlag), als Ausruck des Friedens, des Miteinanders (nichts steht zwischen uns) und der Wertschätzung. Der Würdigung oder Ehrerbietung: Jesus Salbung durch eine Sünderin (Evangelium nach Lk 7,36–8,15). Gleichwohl kennt die biblische Geschichtsschreibung auch den Kuss des Verrats. In der Bibel wird übrigens mehr geküsst als man gemeinhin denkt. Sicher fiel den Gottesdienstbesuchern noch so mancher Kuss zu dieser Predigt ein. Vom Freudenkuss bis hin zum zweifelhaften Bruderkuss. Unser Leben ist voller Beispiele. Der Gottesdienst endete mit der Ankündigung der bevorstehenden Hochzeit von Lyn Wostmann und Christoph Klug. Und dem Segen.
Anschließend strömten alle zum Backhaus. Bratwurst. Salate. Getränke. Und lebhafte Gespräche an den vielen Tischen. Ein schönes Miteinander – zu dem der Kirchenvorstand Motzenrode geladen hatte. Das war die vierte oder fünfte? Sternwanderung in Folge. Bunt wie immer. Lecker wie immer. Da bleibt nur Danke zu sagen.

 

Pfingstgottesdienst am Werratalsee

Es waren gut und gern 60 bis 70 -... oder auch mehr Gottesdienstbesucher, die sich am Pfingst-

montag zu einem Gottedienst eingefunden haben. Der Platz am Werratalsee (Ostufer) ist schön gelegen. Das Kuppelzelt ideal. Das Ambiente drumherum bietet viele Möglichkeiten. Ein Freiluft-Gottedienst der besonderen Form. Natürlich auch ein Experiment, eine Herausforderung, und ein Stück logistischer (Vor-)arbeit. Und da muss nicht alles wie am Schnürchen laufen.

 

Pfr. Rainer Koch und KV-Mitglied Peter Thull gestalteten den Gottedienst – musikalisch begleitet vom Posaunenchor Wanfried/Schwebda (Leitung Peter Stoldt) – den Chorbeiträgen aus Neuerode (unter Dirigent Thorsten Exner) und dem Männergesangverein 1860 Schwebda unter der Leitung von Peter Renner. Der Gesang der Chöre war wirklich ein Genuß und der Neueröder Chor in seiner mitreißenden Art kam ohne Zugaben einfach nicht weg.

Viele bekannte Gesichter waren zu entdecken. Die Pfarrerinnen der Nachbargemeinden (Jutta Groß und Iris Hocke) waren natürlich da, der Bürgermeister Gerold Brill, Organisten (die man aus den Gottediensten rundherum so kennt), Mitarbeiter und Mitstreiter aus gemeinde- u. kirchlichen Einrichtungen... – also ein einziger großer Familiengottedienst.

Im Hintergrund wurde dezent Fußball gespielt oder dem späten Vormittag in all seiner Müdigkeit gedacht. Warum nicht – alles hatte hier seinen Platz. Anschließend blieben viele Gottedienstbe-

sucher noch zusammen im Gespräch, bei Kaffee, Wasser oder Bier – und bei einer Bratwurst. Hier endete allerdings alle vorausschauende Planung. Die Würstchen reichten einfach nicht aus

und es blieb manchmal – bei einem trockenen Brötchen.

 


KONFIRMATION

12. April 2015
Was Eltern und Paten mit der Taufe begonnen haben, das haben heute Antonia Hellwig, Marcel Triltsch und Noa Schmidt bekräftigt. Ein JA ZUM GLAUBEN – ein JA ZUR KIRCHE JESU CHRISTI. Mit ihrer Konfirmation und einem langen Jahr der Vorbereitungzeit, sind diese jungen Menschen nun Teil dieser großen Gemeinschaft geworden. Ein Versprechen, eine Zusage vor Gott und der Gemeinde – dessen Ausgang gewiss offen ist. Die eigenen Wege im Leben weiß niemand im voraus. Schule, Ausbildung, Studium oder sonstige Lebensplanungen – sie alle sind vielschichtig. Und ob der Glaube und das Leben in Jesu Christi da so richtig Platz haben, wird die Zeit zeigen. Glauben will gelernt und erfahren werden. Glauben braucht Zeit. Glauben ist immer auch ein Suchen. Auch – ein Zweifeln.

Pfarrerin Jutta Groß sprach in ihrer Predigt von der Vorbereitungszeit. Vom Konfirmandenjahr. Von schönen gemeinsamen Stunden. Und vom Wunsch, dass bei den Jugendlichen etwas bleibt, woran sie sich gerne erinnern. Der Ansatz eines tragfähigen Glaubens. In drei biblischen Geschichten stellte sie klar, wie Glaube, Hoffnung, das Vertrauen wie auch die Zuversicht ineinandergreifen... so wie in der Geschichte von Jesus und dem zweifelnden und ängstlichen Petrus auf stürmischer See. (Matthäus 14).

Konfirmations-Gottesdienste sind immer besondere Ereignisse. Für die ganze Familien wie auch für die ganze Gemeinde. Als Antonia, Marcel und Noa sich wünschten, vom Kirchenvorstand begleitet – zum Abendmahl zu gehen, war die Feierlichkeit perfekt. Kein Event. Keine große Symbol-Hascherei. Einfach nur schlicht – und schön und feierlich zugleich.

Die 18 Uhr-Andacht war traditionell der Abschluss eines schönen Tages. Rückblick auf das Konfirmandenjahr in Bildern. Rückblick auf den Gottesdienst am Vormittag. Und mit dem Segen Gottes für alle – und für die, die vielleicht weit angereist waren, und wieder unbeschadet ihren Rückweg finden mögen. Danke an alle – die den Gottesdienst und diesen Tag vorbereitet haben... und an Antonia, Marcel und Noa...

 

Inzwischen fanden auch in Motzenrode und Neuerode die Konfirmationen statt. Schön, dass in Neuerode nochmal (fast) alle zusammenkamen zu einem Gruppenbild.

 


Ostern 2015

Ostern. Die Zeit der Trauer. Der Dunkelheit. Aber auch die Zeit des Lichtes und der Hoffnung.

Christus ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
«Der Herr ist auferstanden! Dieser Ruf holt die Menschen, die das schreckliche Leiden und Sterben Jesu miterlebt haben, aus der Trauer und aus der Verzweiflung. Und er tut es immer noch. Gott macht uns stark, dem Bösen und seinen Mächten in jeder Gestalt zu widerstehen und ihnen nicht die Herrschaft über unser Leben zu überlassen. Wie brüchig unser Leben ist, haben wir in diesen Tagen durch die schreckliche menschliche Tragödie in den französischen Alpen bis an die Grenze unseres Begreifens erfahren. Wir gehen auf dünnem Eis und suchen nach Halt.

Wir sind hineingestellt in eine Welt voller Gefahren und Risiken. Wir können daran wachsen, aber auch daran scheitern. Darum beten wir für alle, die unter der Last des Kummers zu zerbrechen drohen. Wir beten auch für diejenigen, die ihre Stärke und ihren Mut dafür einsetzen, Leiden zu mindern. Im österlichen Licht der Auferstehung erfahren wir, wie kostbar das Leben ist – und zugleich geborgen in Gott.»

Prof. Dr. Martin Hein
Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Wir haben Ostern gefeiert – die Auferstehung Jesu Christi von den Toten – so wie alle Christen auf der ganzen Welt. Ob armenische, griechisch-orthodoxe, katholische, koptische oder protes-

tantische Christen. Im heutigen Ostermontagsgottesdienst haben uns die Kinder um Marina Porzelle (Jugendmitarbeiterin) ihre Geschichte zu Ostern dargebracht. Schön und klar. Und mit jugendlicher Freude. Auch das Osterkreuz haben wir mit Freuden geschmückt. Mit mitgebrachten Blumen und blühenden Zweigen. Ein Sinnbild des Lebens. Der Lebendigkeit Gottes. Ein Sinnbild für das Erwachen der Natur und des Sieges über die dunklen Tage. Und so endete auch der Gottesdienst, begleitet unter den Orgelklängen von Sonja Scharfe, und mit vollem Glockengeläut: Frohe Ostern – Halleluja.   

 


Niklas hinterlässt seine Spuren

Sturmtief "Niklas" hat am 31. März auch in Hitzelrode seine Spuren hinterlassen. Eine heftige Stumböe wirbelte etliche Ziegeln vom Dach der Kirche. Dank der Aufmerksamkeit der Nachbarn, die den Schaden gleich bei Pfarrerin Groß meldeten, und dem schnellen Einsatz der an vielen Orten geforderten Dachdecker konnte größerer Schaden verhindert werden.


Frauenfrühstück in Jestädt

28. März 2015

Alle Plätze im Jestädter Gemeindehaus waren besetzt beim 22. Frauenfrühstück. In bewährter Weise hatten C. Becker, F. Gruß und H. Roth ein vielfältiges und schmackhaftes Frühstücksbuffet vorbereitet. Zu Gast war diesmal Doris Buchenau aus Willershausen mit ihrem "Mobilen Welt-

laden". In einer Präsentation gab sie viele interessante Informationen zum fairen Handel, die sie vertiefte am Beispiel des Kaffees. Natürlich hatte sie auch eine Auswahl fair gehandelter Produkte mitgebracht und die Möglichkeit zum Einkauf wurde vielfach genutzt.

(Fotos kommen später – nein, schon da!)


Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandengruppen

Im April werden sie konfirmiert, zuvor haben sich die Meinharder Konfirmandinnen und Konfirmanden mit einem gemeinsamen Gottesdienst den Gemeinden vorgestellt. Im Mittelpunkt stand die Freundschaft zwischen Jesus und Petrus. Diese Geschichte wurde mit einem Stabpuppenspiel präsentiert. In drei Anspielen und ergänzenden Texten ging es dann um die Themen: Wie man Freunde findet - Wie eine Freundschaft zerbrechen kann - und: Wie eine zerbrochene Freundschaft wieder gekittet werden kann. Moderne Lieder rundeten einen gelungenen Gottesdienst ab.


Kirchenvorstände beraten über Gottesdienste

14. März 2015

Zu einem gemeinsamen Nachmittag kamen kürzlich die Meinharder Kirchenvorstände zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Situation der Gottesdienste in Meinhard. Moderiert von Dr. Lutz Friedrichs (Arbeitsstelle Gottesdienst der EKKW) und Pfarrerin Jutta Groß ging es zunächst um den Austausch eigener Erfahrungen und Erlebnisse im Gottesdienst. Dazu wurden in Kleingruppen "Perlen" und "Steine" gesammelt. Im Weiteren erläuterte Pfrin. Groß eine Statistik der Gottesdienste von 2014 mit der Anzahl aller Gottesdienste und den Besucherzahlen. Dr. Friedrichs gab dann einen Impuls zu den Perspektiven des Gottesdienstes im Allgemeinen und der Situation in Meinhard. Gestärkt am reichhaltigen Kuchenbuffet wurden am Ende aus einer Vielzahl von Ideen zur Gestaltung der Gottesdienste zwei Projekte ausgewählt, die nun in Arbeitsgruppen geplant und vorbereitet werden sollen: ein Tauferinnerungsfest sowie ein Luther-Fest.


Kinder-Weltgebetstag in Grebendorf

60 Kinder aus Meinhard zu Besuch auf den Bahamas!
Am Samstag den 07.03.2015 war was los im evangelischen Gemeindehaus von Grebendorf.

60 Kinder im Alter von 6-12 Jahren kamen, um einen erlebnisreichen Tag rund um die Bahamas zu erleben. Anlass war der diesjährige Weltgebetstag. Gemeindepädagogin Marina Porzelle hatte mit ihrem ehrenamtlichen Team aus 13 Jugendlichen und engagierten Gemeindegliedern ein tolles Programm vorbereitet. „Ich hatte mit ca. 30 Kindern gerechnet, denn letztes Jahr waren 28 Kinder dabei“, sagt Marina Porzelle. „So war es eine Steigerung von über 100 %! Selbst am Freitag um 21 Uhr haben noch Eltern angerufen und nachgefragt, ob sie ihre Kinder bringen können.“, freut sich Marina Porzelle. Anmeldeschluss war eigentlich der 28.02.2015. Wir haben die Herausforderung freudig angenommen und alle Kapazitäten ausgeschöpft!

 

Los gings mit Musik und Stimmungsliedern, auch passend zu den Bahamas. Anschließend wurde die Stimmung aufgelockert durch lustige Spiele mit den Füßen, wie z.B. Luftballons weitergeben oder Bierdeckelweitwurf. Natürlich alles ohne Hände. Dann gabs einen kleinen Film über Korallen-

riffe und schwimmende Schweine. Anschließend eine Diashow über die Bahamas, wo die Kinder die Geschichte, die Kultur und viel über die Menschen auf den Bahamas lernten. Neben allen paradiesischen Eindrücken erfuhren die Kinder allerdings auch von den Problemen des Landes: dass ca. 10 % der Bevölkerung in Armut leben, von der  Umweltverschmutzung durch den Touris-

mus und von den Steuersündern, die ihr Geld auf den Bahamas „verstecken“, um im Heimatland keine Steuern zahlen zu müssen. So ähnlich wie vor 200 Jahren die Piraten, von denen viele hier auf den Bahamas ihr Zuhause hatten.

Daher machten sich die Kinder gleich anschließend selbst auf Schatzsuche durch Grebendorf. In vier Gruppen ging es auf zwei Routen durch den Ort. Immer auf der Suche nach dem Piratenschatz. Der letzte Hinweis war in unserem Flamingo-Briefkasten versteckt, dem Nationaltier der Bahamas. Und siehe da, der Schatz war in einer richtigen echten Schatzkiste im Keller des Gemeindehauses!

Jetzt hatten alle Hunger. Es gab Bahama-Burger mit Fischstäbchen, leckerer Soße und Salat. Zum Nachtisch exotische Fruchtspieße. Alles was die Eschweger Supermärkte momentan im Angebot hatten, war vorhanden: Kokosnuss, Ananas, Kaki, Physalis, Granatapfel, Weintrauben, Bananen, Maracujas, Wassermelonen, Honigmelonen, Sternfrucht und Kiwis!
Nach dem lecker Essen gabs eine Geschichte zum Thema Freundschaft. Jesus hatte seinen Freunden mal die Füße gewaschen, was diese überhaupt nicht verstehen konnten. Denn sie fühlten sich geringer als Jesus, den sie als ihren Herrn und Lehrer ansahen. Doch Jesus wollte ihnen zeigen, dass er nicht über ihnen steht, sondern unter Freunden alle gleich sind. Keiner ist besser als der andere. Egal was man kann. Und keiner ist der Chef der anderen. So soll es auch bei uns unter Freunden sein: keiner soll sich über den anderen erheben, keiner soll sich brüsten, was er besser kann als der andere. Dann kann man sich auch mal kleinmachen und anderen helfen. Sie unterstützten. Zu ihnen stehen. Ihnen die Füße waschen.

Gerade Kinder erleben schon im Kindergarten und in der Schule den Konkurrenzkampf unter-

einander – immer der Beste und Größte sein zu wollen. „Vielleicht habt ihr ja Lehrer, die auch euere Freunde sein wollen – und euch mal die Füße waschen wollen – und ihr ihnen!“, gab Marina Porzelle den Kindern mit auf den Weg.

 

Die Kinder sollten natürlich auch selbst kreativ sein und schöne Andenken mit nach Hause nehmen. Und so gab es im ganzen Haus in allen Räumen Workshops, wo die Kinder Flamingos,
Muschelhaarspangen, Klammerfüße, Salzteigfische und Muscheln, Indiakas, Piratenhüte basteln und natürlich leckere Cocktails mixen konnten: Sogar mit Kokosmilch und alkoholfreiem Blue Curacao. Bei der Abschiedsrunde wurde nochmal kräftig gesungen und getanzt und Ingetraud Hesse spielte Akkordeon zur deutschen Version von „What shall we do with the drunken sailor“ –
„Nackidei“ – „Die Affen rasen durch den Wald“ und – „Eine Insel mit zwei Bergen“. Alle Helfer bekamen noch einen tollen Applaus und ein kleines Dankeschön. Nachdem die Kinder abgeholt und alles wieder aufgeräumt und sauber war, gings mit den Jugendlichen noch zum Griechen zu einem Danke-Abschlussessen.

 

Und nächstes Jahr gehts auf nach Kuba!

 


Frühling in der Teestube

Sonnenschein, die Blumen sprießen, die Vögel zwitschern - und auch in der Teestube zieht der Frühling ein. "Es tönen die Lieder",  "Der Lenz ist gekommen" - so erklang es beim letzten Treffen aus vollem Herzen. Nach dem Kaffeetrinken und gestärkt von leckeren Waffeln mit heißen Kirschen und Schlagsahne (Dank an Ursel und Oskar Borkenhagen) wurden unter der Anleitung von Friederike Gruß Schmetterlinge gebastelt und auf Klammern geklebt. So konnte sich jede Teilnehmerin einen bunten Frühlingsstrauß mit nach Hause nehmen.


LUTHER mal wieder

Was wäre die Kirche ohne ihn? Ein Denker. Ein Streiter. Großzügig. Freundlich. Verletzend. Rücksichtslos... ein Link dazu, wer gerne möchte...  www.alte-thesen-neu-gelesen.de


Die neue Konfirmandengruppe stellte sich vor

Eine starke Truppe – die da heute vor dem Altar in der Grebendörfer Kirche stand. 11 Mädchen und 9 Jungen. Die neue Konfirmandengruppe aus unserem Kirchspiel. Pfarrerin Jutta Groß, Pfarrerin Iris Hocke und Jugendmitarbeiterin Marina Porzelle werden sie künftig durch das kommende Konfirmandenjahr begleiten. Mit ihnen Gottesdienste gestalten, mit ihnen den Weg im Glauben suchen, erfahren, lebbar und erlebbar machen – und Zeichen setzen. Spuren – auf dem Weg durch das eigene Leben.

"Ich heiße... und man sagt mir nach" – so stellten sich die Mädchen und Jungen heute der Gemeinde vor. Dabei legten sie gleichsam ihre ersten Spuren. Farbige Fußspuren, beschrieben mit ihren eigenen Worten, und die dann durch den ganzen Altarraum führten. Von der Empore aus betrachtet, war es ein sehr schönes Bild.

Herr, wir bitten: Komm und segne uns; lege auf uns deinen Frieden. Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft – es war eines der einladenden Lieder am heutigen Sonntag. Sonja Scharfe begleitete diesen Vorstellungsgottesdienst an der Orgel – einem Gottesdienst, der irgendwie – viel zu schnell vorbei war.



Küstertreffen in Eschwege

 

Pressemitteilung 22.02.15:

 

Ohne Küster wird es düster …

 

30 Küsterinnen und Küster aus Nordhessen versammelten sich zu einer Konferenz in Eschwege.

 

Stühle stellen, Tische decken, heizen, lüften, Räume säubern, Rasen mähen, Glockenläuten, Gottesdienste vorbereiten – Küster und Küsterinnen arbeiten im Hintergrund. Dennoch ist es ein Beruf „mit Schlüsselfunktion“. Was sie tun, fällt oft erst dann auf, wenn sie einmal ausfallen und nicht alles klappt und stimmt. Im Zuge der Sparmaßnahmen werden in vielen Gemeinden Küsterstellen reduziert, ganz abgebaut, in Geringverdiener- und Minijobs aufgesplittet oder auf Ehrenamtliche verteilt. Küsterinnen und Küster haben aber auch einen Auftrag im Gemeindeaufbau und in der Vernetzung. Sie sind für viele Kirchenbesucher „niedrigschwellige Ansprechpartner“ vor Ort. „So ist das Küsteramt ein Dienst für die Menschen und ein Dienst an Gott“, sagt Nina Wetekam, Fachreferentin für Küsterarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

 

 

Bei der Küsterkonferenz in Eschwege standen die Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis im Mittelpunkt. Dazu referierte Andreas Klenke von der landeskirchlichen Mitarbeitervertretung. Begrüßt wurden die Gäste von Dekan Dr. Martin Arnold mit einer Andacht in der Neustädter Kirche.


Küstertreffen in Eschwege
Im Dienst der Kirche: Küsterinnen und Küster

Das neue Jahr hat Einzug gehalten

Der Monat Januar ist schon fast vorbei. Das neue Jahr hat Einzug gehalten.

Wir haben den Weihnachtsbaum abgeschmückt, die Weihnachtskrippe mit ihren Figuren wieder in den diversen Kartons verbracht, auch die Weihnachtsbeleuchtung hat wieder ihren Platz, so wie auch der Herrenhuter Weihnachtsstern. Nun wirkt die Kirche fast ein bisschen kahl und still.

 

Die Kleidersammlung für Bethel ist recht umfangreich geworden. Sehr schön – und ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender.

 

Die Konfis sind mit der Pfarrerin Jutta Groß auf Freizeitreise unterwegs. Wir werden sicher davon hören und vielleicht auch ein paar Bilder sehen. Hauptsache – den Konfis gefällts und die Pfarrerin sieht nicht allzu genau hin, wenn der Spaß seine eigenen Wege geht.

 

Mit den länger werdenden Tagen wird sich auch das Gemeindeleben wieder regen. Und dann wird es darüber auch etwas zu berichten geben.

 

Jahresschluss-Gottesdienst in Jestädt

Im letzten Gottesdienst zum Jahresende blicken wir wie immer zurück auf die Ereignisse, die uns das Jahr über bewegt haben. Auf die alten und neuen Konfirmandenjahrgänge, auf die Silbernen Konfirmanden, auf besondere Gottesdienste und Begegnungen in den Gemeinden, auf gemeinsame Wanderungen, unserer neuen Jugendmitarbeiterin für das Kirchspiel, dem Pfarrkonvent in Jestädt, auf 450 Jahre Taufstein der Jestädter Kirche, oder auf dem Wechsel im Küsteramt in Jestädt – auf Taufen, Hochzeiten, und auf Menschen, die gestorben sind und die wir schmerzlich vermissen.
Viele dieser Ereignisse finden sich auf unserem Gemeindebaum – ihn haben wir wie immer im letzten Gottesdienst des Jahres nun entblättert, und die Bilder in einem Buch abgelegt. Die Bilder eines ganzen Jahres.

Ein Jahresrückblick ist gleichzeitig auch ein Blick auf das Neue. Was wird kommen. Was wird das neue Jahr uns bringen. Wie wird sich unser Leben gestalten – auch das Leben in unseren Gemeinden im neuen Jahr 2015.

 

 

Ein Krippenspiel der besonderen Art in Motzenrode – konnten die Gottesdienstbesucher am Heilig Abend 2014 sehen. Die Weihnachtsgeschichte wurde nämlich im Spot einer Taschenlampe aufgeführt und somit wurde der Titel des Krippenspieles „Das Licht der Welt“ sehr bildlich inszeniert. Bei einzelnen Szenen wurde immer wieder eine Brücke zur heutigen Zeit geschlagen. Kirchenvorstandsmitglied Nicole Brill, Kerstin Habla und Katja Wernisch konnten 13 Jungen und Mädchen zum Mitmachen am Krippenspiel begeistern.

 


Nun wünschen wir uns ein gutes neues Jahr. Unseren Gemeinden. Unseren Mitmenschen. Unserem Nächsten. Und einem jeden von uns selbst. Und – Gottes Schutz und Segen.

 


Demonstration für ein weltoffenes Kassel

Die Evangelische und Katholische Kirche Kassel rufen mit dem "Bündnis gegen Rechts" zu einer Demonstration auf. Es wäre schön, so der Dekan Dr. Martin Arnold, wenn am kommenden Montag ( 25.12.2014 ) viele Menschen in Kassel ein deutliches Zeichen setzen, dass Menschen aus anderen Ländern bei uns willkommen sind. Ich bitte Sie, den Aufruf weiter zu verbreiten.

Lesen Sie auch den PDF-Anhang: Weltoffenes Kassel


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Weltoffenes Kassel
Ev. und Kath. Kirche Kassel rufen zu einer gemeinsamen Demo gegen Fremdenfeindlichkeit auf.
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Advent in Motzenrode + ein schöner Kalender

Adventsstimmung mit Schnee, klirrender Kälte, heißem Punsch – das sind schöne Vorstellungen, aber nicht in diesem Jahr. Dennoch haben sich die Motzenröder die Freude auf den Advent... entlang der Kirche mit Ständen, Getränken und Gesprächen... nicht nehmen lassen. Und so sieht es auf dem Bild auch aus. Aber zugegeben: ein bisschen Schnee fehlt schon. Veranstalter waren alle Vereine und Institutionen – von den Landfrauen bis zum Jugendraum, und der Erlös ging an den Festausschuss 725 Jahre Motzenrode.

Auch ein Projekt von den Vereinen und Institutionen ist ein sehr hübscher und sehr sehenswerter Dorfkalender im A3-Format. Schöne Bilder aus dem Gemeindeleben und ein Kalendarium mit nützlichen Hinweisen von Biotonne bis Heimatfest. Ein wirklich schöner Dorfkalender. Ideal zum Verschenken oder Selberbehalten.

 


Gemeindenachmittag in Neuerode

Voll besetzt war das Dorfgemeinschaftshaus in Neuerode beim Gemeindenachmittag von "Kirche und Kommune" am 2. Advent. Nach einer Andacht von Pfarrerin Jutta Groß, die der Gemischte Chor Neuerode unter der Leitung von Thorsten Exner mitgestaltete, begrüßte Bürgermeister Gerhold Brill die Gäste. In seiner kurzen Ansprache dankte er für das vielseitige ehrenamtliche Engagement im Dorf. An einem reichhaltigen Kuchenbuffet konnten sich dann alle stärken. Neben Begegnungen und Gesprächen, die einen solchen Nachmittag prägen, bereicherte die Flötengruppe der Meinharder Kirchengemeinden mit adventlichen Klängen das Treffen.



Jugendgottesdienst in Jestädt, 6. Dezember 2014

Der Gottesdienst heute stand ganz im Zeichen von St. Nikolaus.

Oder auch – Bischof Nikolaus von Myra. Priester und Abt. Sein Vermögen verteilter er unter den Armen und gilt als Schutzpatron der Kinder. Er lebte vermutlich im 4. Jahrhundert und stammte aus Kleinasien, der heutigen Türkei. Die lateinische wie auch die griechische Kirche verehren ihn, nennen ihn übermächtig und wundertätig, auch wenn seine Figur historisch nicht so ganz belegt ist. Sein pastoral-theologisches Wirken ist heute vielleicht nicht mehr so bekannt, aber volkstüm-

lich steht er nach wie vor hoch im Kurs. Und wer weiß das schon, das das Schenken zu Weih-

nachten von jenem genannten Bischof Nikolaus her stammt. Die heutige (unsere) Konsumwelt hat diesen Nikolaus gnadenlos vermarktet und längst Krummstab und Mitra (Bischofsstab und Bischofsmütze) längst vergessen. Sein heutiges Aussehen verdanken wir der Werbewelt von Coca Cola aus dem Jahre 1920, die den Weihnachtsmann als Maskottchen rot-weiss kleidete und weltweit verbreitete.
Der "Nikolaus oder Weihnachtsmann" – ist auch unter diesen Namen bekannt: Sinterklaas (in den Niederlanden), Samichlaus (in der Schweiz), Kleeschen (in Luxemburg ), Father Christmas nennen ihn die Engänder und Père Noël die Franzosen. Allen aber gemein ist: – St. Nikolaus schenkt nur nachts und heimlich.

Der Geschenketag stammt übrigens ursprünglich aus dem frühen Mittelalter (28. Dezember) und ist erst seit dem 14. Jahrhundert mit dem 6. Dezember, dem Gedenktag, üblich geworden.

 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Kirchspiels Meinhards gestalteten diesen Jugend-

gottesdienst um Marina Porzelle – aus Gottesdienst und Rollenspiel. Den Bischof Nikolaus mit Krummstab und Mitra (Noa Schmidt) und den Weihnachtsmann (Marcel Trilsch). Geschichte und Moderne – ein ganz ungewöhnlicher und schöner Gottesdienst.

Am Ende konnten die Gottesdienst-Besucher liebevoll verpackte Geschenke, für Nachbarn, Freunde oder Bekannte, mitnehmen (und – natürlich verschenken) und es gab einen Nikolaus aus
echter Schokolade. Einen Nikolaus ganz mit Krummstab und Mitra. Und warum der Nikolaus mit weißem Rauschebart und dicken Augenbrauen dargestellt wird – das lässt sich ergoogeln.

Ein Dankeschön an alle Darsteller in diesem Gottesdienst. Und an Johanna Geißel für die Begleitung an der Orgel.

 


Adventsvesper mit dem Bläserkreis Wehretal

1. Advent. Kirche in Jestädt. Ein gutbesuchtes Gotteshaus. Gedimmtes Licht. Adventsstimmung. Die erste Kerze brennt. Ein Bläserchor.

 

Es waren nicht die Trompeten von Jericho und es stürzten auch keine Mauern ein – aber es war eine volle und volumenreiche Klangreise, auf die der Wehretaler Bläserkreis seine Zuhörer mitnahm. Neun junge Blechbläser, sowie ein "Altmeister", alle lang erfahren in Kirchenmusik, boten Kompositionen von Händel, Bach, Sprenger – La Réjouissance – Echo – Hört der Engel helle Lieder – Macht hoch die Tür.

Chordirigent Michael Siegel, der erst seit kurzem das Bläserensemble leitet, führte die Bläser jung und frisch und beherzt durch zwei Stunden musikalischen Hochgenuss. Und sie antworteten mit einem Klanspektrum (Timbre) vom Feinsten. Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir – oh aller Welt Verlangen – o meiner Seelen Zier? Was für ein Erlebnis. Frau Gita Sandrock dankte stellvertretend allen Mitwirkenden und vor allem Herrn Siegel dafür, dass das Ensemble in seiner Form heute das sein kann, was es ist. Und natürlich für diesen Abend – hier in der Jestädter Kirche.

 

Pfarrerin Jutta Groß konnte am Ende der Adventsvesper nur noch die Einladung an den Bläser-

kreis aussprechen: doch gerne wieder zu kommen. Die Kollekte am Ausgang war an "Brot für die Welt" sowie für die "Musikschule Eschwege" bestimmt, die dem Bläserkreis einen Übungsraum zur Verfügung stellt.
Im Anschluss gab es draußen vor der Kirche Glühwein und Punsch und Gebäck und Gespräche bei Fackelschein und Kerzenlicht. Und während ein feucht-kühler Dunst um die Kirche zog, wehte zum ersten Mal unsere Kirchenfahne. Was für ein schöner Abend.

Die Kirchengemeinde dankt allen (auch namentlich nicht genannten) Mitwirkenden und wünscht ihnen eine gesegnete und schöne Adventszeit.

 


Aufhebung der Altersgrenze im Kirchenvorstand

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat sich für eine Aufhebung der Altersgrenze in den Kirchenvorständen ausgesprochen. Bislang sah die Grundordnung der Landeskirche eine Wahl in den Kirchenvorstand "über das 70zigste Lebensjahr" hinaus, nicht vor. 

Darin sahen einige betroffene Kirchenvorstände aus dem Bezirk Kassel eine Benachteiligung, ja eine Herabsetzung ihres Engagements und eine Ausgrenzung aus der Gemeinschaft, und zogen vor das Kirchengericht.


Nun hat die Landessynode bei ihrer Tagung am 25.11.2014, im nordhessischen Morschen, dieses Thema erneut aufgegriffen und mit einer 2/3 Mehrheit die Änderung in der Grundordnung der Landeskirche beschlossen. Die Altersgrenze ist damit aufgehoben. Ein gutes und ein stärkendes Signal für Mitarbeiter aller Generationen – die ihre Wissen, ihre Talente und ihr ehrenamtliches Engagement in der Kirche einbringen.

Damit hat die Evangelische Kirche einen guten Schritt getan.

Ein Stück Generationengerechtigkeit geschaffen, auch wenn der Begriff etwas strapaziert klingt.

                                                                                                         (Bernd-Dieter Hampel)



Nachträge aus unserem Gemeindeleben

Es gibt einige Nachträge aus unserem Gemeindeleben.

 

Der Gemeindebrief

ist auch online. Er kann hier heruntergeladen werden. Die Gemeindebriefe liegen aber wie immer auch im Paul-Gerhardt-Haus sowie in der Kirche aus.

Unsere Kirchenfahne

ist nun fertig. Der Mast steht bereits geraume Zeit, aber die Fahne musste noch so konfektioniert werden, dass sie allen unseren Vorstellungen auch entspricht. Nun können wir sie bei nächster Gelegenheit auch hissen.
Die Heizperiode

hat begonnen. Das gilt für das Paul-Gerhardt-Haus wie für die Kirche. Da die Temperaturen nicht wirklich kalt sind, wird es in der jetzigen Übergangsphase ein Ausprobieren sein, wann es angenehm warm – zu warm – oder zu kühl sein wird. Wir bitten alle Besucher um ein bisschen Geduld bis es sich endgültig eingespielt hat. Und dem Aspekt des Sparens müssen wir auch etwas gerecht werden.
Eine Herbstputz-Aktion

auf dem Jestädter Friedhof. Zum Herbst gehören fallende Blätter auf Gehwegen und Gräbern. Das kann ganz schön aussehen. Es kann aber auch die Grabpflege stören. So hat der Heimatverein Jestädt seine Mitglieder zusammengerufen und eine Herbstputz-Aktion auf dem Friedhof durchgeführt. Rechtzeitig zum Volkstrauertag. Eine schöne Aktion – und einen schönen Dank an alle Mitglieder des Heimatvereins.
Warme Füße

für unsere Pfarrerin. So haben Wilhelm Heller, Erich Hesse, Norbert Geißel und Marco Reuss in einer Samstagsaktion die Kellerdecke unter dem Pfarrbüro mit Dämmplatten versehen, um der Fußkälte des Pfarrbüros entgegenzuwirken. Das Pfarrhaus ist mittlerweile 35-40 Jahre alt. Und damals verstand man etwas anderes unter Isolierung oder Wärmedämmung als heute. Nun sollte es doch etwas heimeliger im Büro sein und kalte Füße vielleicht der Vergangenheit angehören.

Danke an die Mitglieder des Kirchenvorstands.

 


Neuer Fahnenmast für die Kirche Jestädt

Der alte Fahnenmast war in die Jahre gekommen. Ebenso das Fahnentuch. Nun hat die Kirchengemeinde Jestädt wieder eine neue Fahne inklusive Fahnenmast.


Am Samstagnachmittag gruben Marco Reuss und Bernd Hampel das Loch für die Trägerhülse. Zwei Spaten breit im Quadrat und entsprechend tief. Aber in 50 cm Tiefe war erst einmal Schluss. Quasi Ende der Fahnenstange. Ein roter Sandsteinblock  – und versetzt darunter ein weiterer Steinblock. Sie ähneln der Grundsteine des Kirchenschiffs. Ausgerichtet in der Flucht des Kirchenturms und in Ost-Westlage liegend. Nun könnte man vermuten, dass es sich um die Grundsteine der einstigen Apsis handelt, die früher hier einmal stand und dem Neubau des Kirchturms weichen musste. So besagt es die Chronik. Denkbar wäre es, denn für banales Füllmaterial sind die Steine zu sauber und exakt verlegt. Eine schöne Überraschung, wenn es denn so ist. Wir hätten natürlich gerne den ganzen Vorplatz sofort umgegraben...


Nun sitzt die Trägerhülse. Der Beton ist ausgehärtet. Die Baustelle abgesichert. Und der Fahnenmast kann kommen.