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Erntedank-Gottesdienst in Jestädt

28.09.2014

Danke - für Gottes Schöpfung. Danke - für die Früchte des Feldes. Danke - für das Teilen untereinander und miteinander. In diesem Sinne feierten wir einen Ernte-Dankgottesdienst mit Pfarrerin Jutta Groß und Dekan Dr. Martin Arnold – hier auf dem Gutshof der Familie Wicke in Jestädt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Bläsern und Bläserinnen aus verschiedenen Posaunenchören des Kirchenkreises, die sich unter der Leitung von Norbert Krause zum diesjährigen Kreisposaunenfest trafen.

Nichts ist umsonst. Und selbst der Tod kostet das Leben.
Mit diesen Worten begann Dekan Dr. Martin Arnold seine Predigt. Das Leben ist eine Berg- und Talfahrt. Die Krisen in unserer Welt, ob in kriegerischer Auseinandersetzung, oder in der furchtbaren Epidemie des Ebolavirus – sie lassen uns natürlich nicht unberührt und zeigen uns immer wieder, nichts ist garantiert und nichts auf Dauer. Und nichts ist geschenkt. Man muss immer und immer wieder darum kämpfen. Dabei stoßen wir auch an die Grenzen des Glaubens. Des eigenen Glaubens. Im Alltag. Im Beruf. In der Familie. Und das Ausgebranntsein – Burn Out, wie es heute oft heißt – das kennen sicher auch einige von uns.

Das Geben und das Teilen – so wie wir es im Erntedankfest feiern – ist ein Akt der praktizierten Nächstenliebe. Es verbindet uns. Es öffnet uns Horizonte. Es lässt uns Hineinschauen in Gottes wundervolle Schöpfung. In die kleinen Momente – indem der Nebel wie heute der Sonne weicht, wir das tägliche Brot haben können, im unbekümmerten Lachen eines Kindes, in der Berührung zweier Hände. Auch das ist eine Form des Erntedank. Selbst die Kollekte, die diesmal für die Syrienhilfe der Landeskirche bestimmt war und 721,19 Euro !! betrug, ist eine Form des Dankes. Und das ist doch toll.

Dank sagen kann man und muss man der Familie Wicke, dass hier wieder das Erntedankfest gefeiert werden konnte. Dank auch an Philipp Wicke und seine Frau, die sich um die herrliche Mittagssuppe gekümmert haben. Dank an die Posaunenbläser. Und Dank an die vielen Helferinnen und Helfer rund um den Gottesdienst. Und natürlich auch an die vielen Besucher, die zum Gutshof gekommen sind.

  


Silberne Konfirmation in Jestädt

Die Jahrgänge 1988 und 89 feierten am 21. September in der Jestädter Kirche ihren Jubiläumsgottesdienst. Es waren die ersten Konfirmanden-Jahrgänge von Jutta Groß als junger Pfarrerin hier in der Gemeinde. 25 Jahre – eine lange Zeit. Da darf man schon durchaus einmal zurückblicken, so Jutta Groß, und fragen: was hat die Zeit gebracht, was hat sich in den Jahren entwickelt, welche Träume haben sich erfüllt, und wie stark ist der Glaube gewachsen – oder hat man sich eher von der Kirche entfernt?

Zwei Arbeiten aus zurückliegender Konfirmandenzeit haben jedenfalls die Zeit überdauert. Sie lagen bis heute im Paul-Gerhardt-Haus.

 

Der Glaube hat für heranwachsenden Jugendliche natürlich einen ganz anderen Stellenwert als in den späteren Jahren. Das Älterwerden prägt Vergessen wie auch Zugewinn an Neuem. Ob dabei auch die Kirche und der Glaube im Leben einen Platz haben, das muss jeder für sich selbst ergründen. Sicher ist aber – Gott steht immer an der Seite jedes einzelnen Menschen – ob in der Kirche, oder außerhalb der Kirche.


Hochzeit in Jestädt

Die neuen Stühle waren sicher nicht ganz der Grund, warum sich Henni und Caro Stelzner haben trauen lassen – aber der Gesamteindruck mit Altarschmuck, den schön geschmückten Bankreihen, den neuen Hochzeitsstühlen in einem Herz aus Buchsbaum, das war schon ein sehr hübsches Bild. Und zudem eine vollbesetzte Kirche. Ein kurzes aber heftiges Gewitter zu Beginn der Trauung, hat der Zeremonie sicher nicht geschadet.

Die Luftballons, die nach der Trauung in den Himmel stiegen, hatten es da schon wesentlich schwerer. Aber auch dieses Bild war schön. Die tanzenden Luftballons um die Kirche in Jestädt.


Neue Hochzeitsstühle in der Kirche Jestädt

Neue Hochzeitsstühle in Jestädter Kirche

Der Kirchenvorstand von Jestädt hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt und zwei Hochzeitsstühle angeschafft. Bequeme Stühle mit hoher Rückenlehne und mit hellem Stoff bezogen. Sie sehen sehr schön aus. Und ? – vielleicht ein Grund mehr, sich in Jestädt trauen zu lassen.


Kirmes 2014 in Jestädt

Sonntag, 20. Juli 2014

Unter dem Motto: Attraktion mit Tradition - hat Jestädt Kirmes gefeiert. Mit einem Gottesdienst, mit einem kunterbunten Umzug, im Wasser, im Zelt, in den Straßen und auf dem Anger. Mit 450 Jahre Taufstein - Attraktion mit Tradition. Und am Ende wurde die Kirmes wieder zu Grabe getragen. Das waren sechs Tage Ausgelassenheit. Freude. Musik. Und ein unglaublich schönes Miteinander. Den Kirmesburschen sei Dank.


Sommerkonzert in Willershausen

Sonntag, 13. Juli 2014

Die spätgotische Hallenkirche zu Willershausen ist allein schon wegen ihrer Schönheit ein Besuch wert. Die vereinzelten alten Gräber um die Kirche herum, die dicken, schweren und trutzigen Kirchenmauern, ein in sich ruhendes Kirchenschiff, umgeben von altem Baumbestand - der Glockenturm selber ist leider gerade eingerüstet - das alles vermittelt aber dennoch ein gutes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Und dann noch... diese unglaublich schöne Akustik in der Kirche...

 

Sommerkonzert in Willershausen - mit Thomas Müller (Violine), mit Finn Wöll (Gitarre), mit dem Gesangverein Weißenborn (Ltg. Thomas Müller), Svenja König (Gitarre), dem Kirchenchor aus Jestädt (Ltg. Marlene Gimpel) und dem Kirchenchor Willershausen (Ltg. ebenfalls Thomas Müller) - der Solostimme Martha Buchenau und Barbara Werkmeister (Gitarre) - alle einzelnen Programmpunkte dieses eineinhalbstündigen Konzerts waren ein Hochgenuss für sich. Einfach nur schön. Pfarrer Martin von Frommannshausen fasste den Abend in seiner Lesung mit den Worten zusammen: "Musik ist nicht nur schön - Musik ist auch noch gesund".

 


2 Tage Pfarrkonvent in Jestädt

"Wer am Sonntag den 15. Juni um 18.00 Uhr den Gottesdienst in Jestädt besucht, wird sich über die vielen unbekannten Menschen wundern, und an einem lauten Gesang erfreuen" - so hieß es im letzten Gemeindebrief.

Tatsächlich war es aber - ein Erdbeben. Ein Donnern aus x-fachen Kehlen musikerprobter Kirchenmänner- und Frauen. Dazu die vielstimmige Orgel. Und es schien gerade minutenlang so, als müssten jeden Moment die Mauern unseres Kirchenschiffes bei dem Lied: O Heilger Geist, kehr bei uns ein... - regelrecht bersten. Solch ein urgewaltiges Tosen - solch eine unsagbare Kraft, die sich da plötzlich aus vielen Stimmen erhob. Das war nicht nur schön. Das war Gänsehaut pur.

Nicht weniger Gänsehaut verursachte die Jestädter Flötengruppe. Diese klaren, zarten und doch vollen Töne - sie waren geradezu der Kontrapunkt in diesem Gottesdienst zwischen Wort, Predigt und Gesang. Ein solchen Gottesdienst hat man lange nicht mehr erlebt und zugegebenermaßen sind wir sonst auch eher - leiser unterwegs.

 

Der Pfarrkonvent war aber nicht nur Gesang, er war Austausch, Beratung und Klärung über den Stand der Dinge, wie z. B. der neue Zusammenschluss der 7 Gemeinden in Meinhard zu einem Groß-Kirchspiel MEINHARD, die daraus folgende Ordnung der Pfarrdienste, die Gestaltung des Konfirmandenunterichts und die geeigneten Rahmenbedingungen für Pfrin Jutta Groß, Pfrin Iris Hocke, Pfr. Rainer Koch und der Jugendarbeiterin Marina Porzelle. Denn diese Zusammenarbeit ist (auch) wegweisend und es gibt dazu bislang keine Beispiele. Zu diesem Erfahrungsaustausch trafen sich dann auch 39 Pfarrerinnen- und Pfarrer aus dem gesamten Kirchenkreis (mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und Dekan Dr. Martin Arnold) am darauffolgenden Tag - dem zweiten Tag des Pfarrkonvents 2014.

Aus der Pressemitteilung des Dekanats: Dekan Dr. Martin Arnold hob besonders das Leitbild der Gemeinden hervor, in dem es heißt: „Die Verkündigung von der Liebe Gottes zu den Menschen ist unser oberstes Ziel. Wir sind offen für alle Menschen und bereit für Veränderungen.“ Mit dieser Haltung habe man einen guten Kompass für den Weg in die Zukunft.

 

Wo natürlich gearbeitete wird, da braucht es auch Pausen zum ganz privaten Gespräch. Am Sonntag wurde im Jestädter Pfarrgarten gegrillt. Gesungen - weil es Geburtstage zu ehren galt. Und am Montag wurde Andacht gehalten, beratende Gespräche geführt, gemeinsam gefrühstückt oder zu Mittag gegessen. Ein solches Kolloquium braucht entsprechend viel Vorbereitung und Planung - und viele helfende Hände. Und die gab es.
Ein Dank gilt Hans-Jörg Schneider (an der Orgel), an Marlene Gimpel (Ltg. der Flötengruppe Jestädt), an unsere Pfarrerin Jutta Groß - und an alle nicht namentlich Genannten zwischen Kirche, Küche und Gemeindehaus.

 


Rad + Fun 2014 - und Sternwanderung nach Motzenrode

18. Mai 2014 -
Die Radfahr-Veranstaltung der Stadt Wanfried, der Gemeinde Meinhard und Geismar-OT Großtöpfer startete mit einem Eröffnungs-Gottesdienst in Jestädt. Pfarrerin Iris Hocke gestaltete diesen Gottesdienst mit den Worten: Geh aus mein Herz, und suche Freud..., und bat alle Teilnehmer - auch die Blicke auf Gottes unendlich schöne Schöpfung zu lenken. Der Gesangverein Germania (unter der Ltg. von Frau Eichstädt-Schwehn) umrahmte wieder den Gottesdienst. Und am Ende wünschte der scheidende Bürgermeister Hans Giller allen Radlern- und Radbegeisterten einen schönen Tag, viel Vergnügen - aber bitte "mit Fahrradhelm"...

25. Mai 2014 -
Ein strahlendblauer Himmel. Wolken wie aus Watte geformt. Die Natur so sauber und rein wie nach einem Regenguss. Die reinste Postkarten-Anmutung. So zeigte sich gestern dieser Sonntag. Der Kirchenvorstand von Motzenrode hatte zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein eingeladen (Sternwanderung wie schon im letzten Jahr) - und wer konnte, der kam auch. Die Jestädter über den Berg hoch, und die Neueröder und Hitzelröder vom Berg quasi runter.

Ein Fußmarsch von ein bis eineinhalb Stunden - Geschichten über Feld, Wald und Flur -  den Blick auf bekannte und unbekannte Pflanzen - ein Ausrutscher auf feuchtem Waldboden (Gott Lob ohne Folgen) - eine Badewanne mitten auf der Wiese? - und pünktlich um 11 Uhr eine volle Kirche bis weit unters Kirchendach. Was für ein schöner Sonntag. Genau das mag auch Pfarrerin Jutta Groß gedacht haben, als sie auf der Predigtkanzel stand und in die Reihen ihrer (ermatteten?) Zuhörer blickte. Was für ein schöner Sonntag. Es gibt übrigens Religionen - so Jutta Groß, - da ist es Tradition und Pflicht, die Schuhe vor dem Gebetsraum auszuziehen. Sie erläuterte woher und warum das so ist... - alle weiteren still gedachten Gedanken zum Jetzt und Hier... und bezüglich Schuhe oder nackte Füße... sind nicht überliefert (!).
Dem Gottesdienst folgte das Beisammensein am Backhaus. Salate, Nudeln, Grillwurst, Getränke, Gespräche über Gott und die Welt - eine heitere Ausgelassenheit..., die aller geleisteten Vorarbeit durch viele Hände sicher Rechnung trug. Ein schönes Beisammensein an diesem Sonntag. Ein schönes "Gemeindesein"... Danke dafür.

 


Ein neues Gewand - Der Gemeindebrief, FÜR ALLE

Zum Teil ist er bereits verteilt. Die anderen folgen noch... - wir sind auch diesmal früh dran. Ein neues Aussehen. Ein neues Gewand. Es ist quasi ein Versuch, offener und freier in der Gestaltung zu werden, vielleicht sogar etwas lesefreundlicher. Ein Versuch... und wir hoffen und sind auch gespannt auf die Reaktionen, die vielleicht kommen.

 

Ein dicker Fehler - der ist uns dennoch unterlaufen, trotz aller Bemühungen. Und wo bekanntlich ein Fehler steckt, finden sich gleich ein- zwei Weitere. So ist das immer.

Für Hitzelrode gibt es einen Schreibfehler im Namen eines Geburtstages. Und in Motzenrode stehen die Namen aus Hitzelrode (noch einmal), und die eigentlichen Geburtstage fehlen. Das ist ein satter-satter-satter Fehler. Wir bitten um Entschuldigung und holen die Korrekturen nach.

Hier in der online-Ausgabe (siehe Gemeindebriefe) haben wir den ein- oder anderen Fehler bereits korregiert. In der Druckausgabe ging es leider nicht mehr.

 


Konfirmation in Jestädt und Neuerode

JESTÄDT - Jannis Görlinger - Sören Seeger, Laura Pfister - Berenike Schmitt, Selina Kadic - Anna-Lena Müller, Lukas Beck - Pascal Grohrock. Vier Mädchen und vier Jungen gaben am Sonntag in einem Konfirmationsgottesdienst in Jestädt - ihr eigenständiges JA zum Glauben.

04. Mai 2014

Das ist nicht nur ein kleiner feierlicher Akt vor Gott und der Kirche. Das ist nicht nur ein Bekennen zum Glauben oder die Fortsetzung dessen, was mit der Taufe begonnen wurde. Es ist ein Meilenstein. Ein sichtbares Zeichen dafür - hier werden junge Menschen langsam aber sicher flügge. Sie werden erwachsen. Sie suchen ihre Grenzen. Ihre Möglichkeiten. Entwickeln ihren eigenen Kopf, - so Pfarrerin Jutta Groß, ihre eigenen Ideen... und sie sind langsam auf dem Wege in ein eigenständiges und eigenverantwortliches Leben. Dafür gab sie ihnen Gottes Zusage mit: Ich will dich segnen - und du sollst ein Segen sein.
Friederike Gruß sprach in ihrer Anrede an die Eltern und Paten, an die Gemeinde -  von der Verantwortung über diesen heutigen Tag hinaus. Bleiben sie weiterhin an der Seite ihrer Kinder, nehmen sie sie ernst in all ihrem Fragen und Drängen..., damit der eingeschlagene Weg ein guter und sicherer Weg werde.

Mit dem Lied "Gott segne und behüte dich..." - und dem abschließenden Segen, endete eine schöne und feierliche Konfirmation 2014. Alle Anspannung vor diesem großen Tag war gewichen. Selbst die Sonne blinzelte mal kurz durch die Wolken und ließ das Wetter - Wetter sein. Am Abend traf sich die Konfimationsgemeinde noch einmal zum traditionellen Abschlussgottesdienst, mit einem Rückblick auf das Konfirmandenjahr, und dem Dank für einen wunderschönen Tag. 

 

NEUERODE - Jasmin Adam - Nina Richter und Emma Richter - wurden von Pfarrer Rainer Koch hier in Neuerode konfirmiert. Nicht nur für diese drei Mädchen war es ein großer Tag... - ihr eigenständiges JA zum Glauben.

18. Mai 2014

Die Kirche war durch Familienangehörige, Paten, Freunde und nicht zuletzt durch den Gesangverein bis auf den letzten Platz besetzt. Echt cool die Mädchen, stellte Rainer Koch in seiner Predigt fest - war Jesus eigentlich auch cool? Mit Hilfe von Wikipedia klärte Rainer Koch erst einmal den jugendsprachlichen Begriff (...gelassen lässige Einstellung wie im Sinne auch von schön, gut, angenehm oder erfreulich) und bat anschließend die Gemeinde - ihm in ein gedankliches Kopfkino zu folgen. Zum Beispiel die Steinigung der Ehebrecherin, wo Jesus ganz cool sagt: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Oder die Szene am See Genezareth oder die Auferstehung. Drei Tage nach seinem Tod. Das war auch eine echt coole Sache.

 

Nehmen wir diese unsere jungen Menschen cool und ernst - so der Kirchenvorstand in seiner Anrede an die Familien, Paten und an die Gemeinde - und nicht nur heute, damit dieser einmal eingeschlagene Weg ein guter Weg werde. Der Gesangverein beendete den schönen Gottesdienst mit dem Lied: Lass - die Sonne in dein Herz...

(Marco Reuss)

 


Der Herr ist auferstanden

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!
Wir haben Ostern gefeiert. Die Auferstehung des Herrn. Die dunklen Tage liegen hinter uns. Das Leiden Christi am Kreuz. Sein Kreuzestod. Das leere Grab. Ostern, das höchste Fest der Christenheit - und wir feiern es in aller Welt.
Ostern hat viele Gesichter. Mit Ostern verbinden wir auch die Osterfeuer, die Ostereier als bunte Süßigkeiten, den Osterhasen, die Osterdekorationen, und was die mediale Welt als bunte Werbebotschaft für uns dazu bereithält. Das ist ganz schön viel.
"Der Herr ist auferstanden - wahrhaft auferstanden", dieser zentrale Satz als Osterbotschaft ist auch ganz schön viel. "Mit dem einzelnen Tod können wir vielleicht noch umgehen, aber mit der Auferstehung von den Toten...?, da tun wir uns schon schwerer" - so Pfarrerin Groß in ihrer Ostersonntagspredigt. Und wenn wir an unser Glaubensbekenntnis denken, wo es heißt:... (Ich glaube) an die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben... - das übersteigt dann doch ganz schön unser Denken.

 

Ja - das ist die Botschaft zu Ostern: Der Herr ist auferstanden. Wir schmücken unser Osterkreuz wie an diesem Ostermontag mit den blühenden Gaben der Natur. Denn da bricht gerade auch alles auf und erwacht zu neuem Leben. Eine immer wiederkehrende Botschaft Gottes. Die Kinder hatten die Ostergeschichte vorgetragen, Kerzen mitgebracht und am Osterlicht entzündet, und einen Osterwunsch ausgesprochen. Prädikant Heiko Striening leitete den Familiengottesdienst und dankte allen, die am Gelingen dieses Osterfestes beigetragen haben. Von der Jugendpädagogin Marina Porzelle und den Kindern bis hin zu Markus Saur, der den Gottesdienst an der Orgel begleitete.

 

Eine kleine Geschichte am Rande der Osterfeier soll nicht unerwähnt bleiben. Linda Hix wurde für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und der Fortbildung zur "qualifizierten Mitarbeiterin im Kindergottesdienst" ausgezeichnet. Dazu gab es eine Urkunde von der Landeskirche. Und Marina Porzelle überreichte eine symbolträchtige Kerze mit den Worten des Dankes für dieses tolle Engagement. 

 


Frühjahrsaktion des Kirchenvorstands

Ostern steht quasi vor der Tür. Aber auch der allgemeine und jährliche Frühjahrsputz in den Anlagen, Gärten, Rabatten - zwischen Osterglocken, Veilchen und den Büschen und Sträuchern. Eigentlich ist es schon fast zu spät, da das Grün bereits sprießt. Aber kurz entschlossen packte der Kirchenvorstand Jestädt um Pfarrerin Jutta Groß alles aus dem Geräteschuppen..., was für den Frühjahrsputz nützlich war.

Forsythienbüsche stutzen und in Form schneiden. Das alte Laub in den Rabatten und unter den Sträuchern herausrechen. Trockengewordenes Gestrüpp entfernen. Den Müll aus Pappbechern, Tüten und Co entsorgen. Das Moos zwischen den Pflastersteinen rauskratzen. Das Unkraut ziehen (sofern es sich ziehn läßt).
Die Fensterschrägen der Kirche hatten Moos angesetzt oder waren einfach mittlerweile eingedreckt. Und die Pflastersteine um den Turm herum sahen ebenfalls so aus, als würde eine Wurzelbürste hier gleich guttun. Der Regen am Morgen hatte der Putzaktion vorgegriffen und die Arbeit im Wesentlich erleichtert. Am Ende stand ein gutgepackter und voller Hänger vor der Kirche. Diverse Werkzeuge von Heckenschere bis Laubrechen lagen im Gras. Es dampfte der Kaffee. Und vom Gebäck als Pausenfüller blieb herzlich wenig übrig. So sollte es aber auch sein.
Dank an die fleißigen Hände.

 

Auch die Kirchenvorstände in Motzenrode und Hitzelrode waren nicht untätig und haben Kirche und Kirchenumfeld einem Frühjahrsputz unterzogen.


Bunter Abend

10 Jahre Frauenfrühstück waren für das Team der Frauenarbeit Anlass, zu einem "Bunten Abend" in der Faschingszeit einzuladen. Und es wurde wirklich ein bunter, fröhlicher Abend, der einige "Lachfalten" hinterlassen hat. Alle Teilnehmerinnen hatten etwas beigetragen zu einem reichhaltigen Buffet, das Pfarrerin Groß nach der Begrüßung mit einen Cocktail in gereimten Worten eröffnete. Frau Becker und Frau Gruß, die auch den Raum geschmückt hatten, trugen mit einigen Spielen zur Unterhaltung bei, ebenso wie Pfarrerin Groß, die nicht ganz ernst zu nehmende Anekdoten aus dem Pfarrerleben erzählte.

Nun freuen sich alle schon auf das nächste Frauenfrühstück am 05. April.


Eine Predigt mit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Recourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Ein alltagssprachliches Begriffsverständnis, das aus-

sagt, dass etwas noch lange Zeit andauern, bestehen, nachwirken oder sein kann bzw. soll, nachdem es gebaut, begonnen und / oder in Bewegung gesetzt wurde.

So gelesen bei Wikipedia.

 

Das ist natürlich eine sehr trockene Umschreibung des Begriffes "Nachhaltigkeit".

Mir fällt dazu spontan eine Predigt von Pfarrerin Jutta Groß ein. Kürzlich von ihr im Gottesdienst gehalten. Dabei ging es um die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg (Matt.20, 1-16). Sie erhielten alle den gleichen Lohn für eine unterschiedlich lange Arbeitszeit. Der eine Arbeiter war acht Stunden im Weinberg. Der Andere nur zwei Stunden. Ein Aufschrei natürlich: Soll das etwa gerecht sein? Der Letzte erhält soviel wie der Erste - und der Erste soviel wie der Letzte?

 

Ja - was ist gerecht? Oder, an welcher Stelle jammert und klagt der Mensch? Sicher kann man die eine Klage nicht immer mit der anderen Klage vergleichen. Und jede Klage hat sicher auch ihren Grund. Doch näher betrachtet...? Warum gerade ich. Warum muss mir das passieren. Warum kann das nicht jemand anderes tun. Fragen - Fragen, die wir allzu gut von uns selber kennen. Und sofort meldet sich unser Gerechtigkeitsempfinden und läuft sofort Sturm. Das kann doch nicht wirklich gerecht sein!

Was - so Pfarrerin Groß - was wäre, wenn wir uns fragen würden: Ist es gerecht, dass ich heute den schönen Sonnenaufgang sehen darf? Dass mich mein Nachbar grüßt und mir einen schönen Tag wünscht? Dass ich gut geschlafen habe? Dass ich hören, sehen und schmecken darf? Dass ich leben darf?... Plötzlich verkehrt sich mein kleines Denken und meine schnelle allzu schnelle Klage löst sich... fast in Nichts auf. Unwichtig. Eigentlich gar nicht der Rede wert.

 

Nachhaltigkeit - um wieder zu diesem Begriff zu kommen.

Diese Predigt hatte etwas von dieser Nachhaltigkeit. Nicht im engen und eigentlichen Sinne - aber sie wirkt in mir nach. Noch immer. Sie beschäftigt mein Denken. Mein Fragen. Auch mein Klagen. Sie hat mich schon irgendwie wachgemacht oder aufhorchen lassen. Es war eine wahrlich "nachhaltige" - Predigt.  

(B.-D. J. Hampel)

 


Weihnachten ist vorbei

Als ich heute zu meinen Nachbarn sah, stutzte ich ganz kurz. Da stehen doch tatsächlich noch Pflanzenkübel im beleuchteten Weihnachtsputz. Bei denen scheint Weihnachten nie zu enden.

Für viele endet bereits am 27. Dezember Weihnachten. Für andere dagegen spätestens am 6. Januar zum Fest der Heiligen Drei Könige. Die Supermärkte haben ihre Weihnachtsartikel bereits schon vorher zu Schnäppchenpreisen abgegeben. Aber genaugenommen endet wirklich erst am 2. Februar, nämlich zum Fest Mariä Lichtmess, die Weihnachtszeit. Und so werden es meine Nachbarn wohl auch gesehen haben. Also ganz richtig.

 

In anderen Ländern ist der 24. Dezember nicht der Höhepunkt, sondern erst der Auftakt des Weihnachtsfestes. Dafür spricht eigentlich auch die biblische Überlieferung, denn Jesu Geburtsgeschichte endet erst damit, dass Josef und Maria den Säugling in den Tempel bringen, um ihn Gott zu weihen (Lukas 2,22).

Da nach jüdischer Tradition eine Frau 40 Tage lang nach der Geburt eines Sohnes als unrein galt, fand dies - wenn man Jesu Geburt auf die Nacht vom 24. zum 25. Dezember datiert, erst am 2. Februar statt. "Purificatio Mariae" - die rituelle Reinheit

Im evangelischen Gottesdienstbuch wird dieser Tag etwas nüchtern und sachlich als Fest der Darstellung des Herrn bezeichnet. Seit der Liturgiereform in der katholischen Kirche trägt der Festtag offiziell denselben Namen wie bei den Protestanten, doch ist er besser bekannt als Mariä Lichtmess. Mit dem alten Namen - auch als Mariä Reinigung oder auf Latein als "Purificatio Mariae" bezeichnet - ist auch ein anderer Schwerpunkt verbunden, Marias rituelle Reinheit ist 40 Tage nach der Geburt wiederhergestellt. Als Zeichen dafür wird die Messe mit erleuchteten Kerzen gefeiert, daher auch der Name Lichtmess.

Im religiösen Brauchtum einiger Länder spielt Lichtmess auch heute noch als Abschluss der Weihnachtszeit eine große Rolle. In Spanien und vielen Ländern Lateinamerikas ist zum Beispiel erst das Fest der Heiligen Drei Könige - der Tag der Bescherung.

 

Und damit ist meine weihnachtliche Betrachtung beendet, auch wenn ich gelegentlich noch ein Weihnachtslied summe.

 


Gottesdienst zum Jahresbeginn 2014

Der Gottesdienst in der Kirche zu Grebendorf am gestrigen Sonntag, dem 5. Januar 2014, war in vieler Hinsicht ein ganz besonderer Gottesdienst. Er war zum einen der erste Gottesdienst des Jahres - und zum anderen war es ein Begrüßungsgottesdienst für die neue Mitarbeiterin Marina Porzelle (Kinder- und Jugendarbeit) in diesem Pfarrspiel. Pfarrerin Jutta Groß begrüßte Marina Pozelle ganz herzlich und wünschte ihr ebenso herzlich ein gutes Gelingen in ihrer alten Heimat - denn sie stammt aus Eschwege.

Dekan Dr. Martin Arnold übernahm den 2. Teil des Gottesdienstes. Er begrüßte Pfarrerin Iris Hocke, die bereits seit einem halben Jahr die Gemeinde in Grebendorf dienstlich betreut, aber bislang vor der Gemeinde nie offiziell begrüßt wurde. Es waren, so Dekan Arnold, die neuen Umstände der Pfarrstellenanpassung, das Experiment oder der Testlauf eines großen Kirchspiels Meinhard, nicht mit einem... sondern gleich mit drei Pfarrstellen-Inhabern zu arbeiten. Nämlich mit Pfarrerin Jutta Groß, Pfarrerin Iris Hocke und Pfarrer Rainer Koch. Die einzelnen Kirchspiele gibt es so gesehen nicht mehr. Es besteht nur noch ein einziges Kirchspiel - nämlich Meinhard, und es wird von allen Amtsinhabern irgendwie gleichsam betreut. Das ist im ganzen Kirchenkreis neu. Man kennt es bislang nur aus den größeren Städten. Es hat somit Modellcharakter und ist vielleicht wegweisend für die Zukunft.

 

Pfarrerin Iris Hocke übernahm den 3. Teil des Gottesdienstes und schlug in ihrer Predigt den Bogen zur Jahreslosung: Gott nahe zu sein ist mein Glück. Diese Worte sind ihr in den letzten Tagen mehrfach begegnet, ja - fast ins Auge gefallen. Wie eine Art Ohrwurm, wenn man so will. Gemeindeleben lässt sich nicht trefflicher gestalten als in der Nähe zu Gott. Frau Elisabeth Stück, vom Kirchenvorstand Grebendorf, konnte dies nur bekräftigen und dankte Iris Hocke mit einem Blumenstrauß für ihre Arbeit. Das hat wunderbar begonnen - so Frau Stück: So darf es gerne weitergehen.

Der Gottesdienst endete in einem fröhlichen Beisammensein bei kleinen Gaumenfreuden, Getränken und netten Gesprächen zwischen allen Gemeindegliedern, den Pfarrerinnen Iris Hocke und Jutta Groß, Pfarrer Rainer Koch, der Jugendpädagogin Marina Porzelle - und Dekan Dr. Martin Arnold... der vielleicht ahnt: Hier braut sich etwas Großartiges zusammen. Kirche lebt eben nicht nur durch einem Geist...

 

 


Jahresabschluss-Gottesdienst in Jestädt 2013

Wir haben den letzten Gottedienst des Jahres in Jestädt gefeiert. Dazu gehört traditionell das Entblättern des Gemeindebaumes. Es sind die schönen Erinnerungen des Jahres über die Geburten in unseren Gemeinden, die Hochzeiten, die verschiedenen Anlässe und Jubiläen - aber auch die Verluste in diesem Jahr 2013. Menschen, die von uns gegangen sind, die wir verloren haben. Alle diese genannten Namen stehen für Freude und Leid. Sie bereichern uns - und sie  beschenkten uns in vielfältiger Weise.

 

Hinter allem - was einen solchen Jahreszyklus ausmacht - steht allein Gott. So Pfarrerin Jutta Groß in ihrer Predigt zu diesem Jahresrückblick. Ob ganz privat gesehen, oder in der Gesamtheit der Weltereignisse. Gott ist immer bei uns. Heute. Morgen. Und in der Zukunft. Das Leben in seiner Schnelllebigkeit mag uns machmal überholen und gelegentlich auch überrollen. Aber in Gott können und dürfen wir gewiss sein: Gott - lässt uns nicht allein. Das ist kein Versprechen. Das ist seine gewählte Aufgabe. Dafür ist er in die Welt gekommen. Dafür steht er.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!

Amen.

 


Weihnachten in Motzenrode

Ein Krippenspiel ist etwas Besonderes. Und erst recht, wenn es junge Menschen aus unseren Gemeinden aufführen. Also unsere Kinder. Sie haben Freude am Spiel, an den biblischen Bildern und den biblischen Geschichten. Und - einmal, einmal ein richtiger Engel sein... was für eine Rolle!

 

Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all, zur Krippe her kommet, in Bethlehems Stall.


Weihnachtliche Nachbetrachtung für Jestädt

 

Was wäre ein Gottesdienst am Heilig Abend ohne ein Krippenspiel? Uns würde etwas fehlen. Und so waren es etwa schätzungsweise 20 - 25 Kinder, die die Weihnachtsgeschichte um die Heilige Familie, den Hirten, den Engeln - aufführten. Mal leise. Mal laut. Mal voller Inbrunst..., in biblischer Übersetzung und in der uns heute eingängigen Sprache. Ein rührendes und anrührendes Krippenspiel. "Freu dich, Erd und Sternenzelt, Halleluja; Gottes Sohn kam in die Welt, Halleluja. Uns zum Heil erkoren, ward er heut geboren, heute uns geboren.

Unsere Kirche war zum Bersten voll. Man sah Gesichter, die man vielleicht nicht in jedem Gottesdienst sieht - das ist auch okay so - zeigt es doch, an Weihnachten scheint die Kirche einfach dazu zu gehören, wichtig zu sein..., so - wie ein Krippenspiel eben. Sonst würde uns etwas fehlen. Und das zählt letztendlich. Die Predigt von Pfarrerin Jutta Groß war das Schlüsselwort für die die einzelnen Szenen des Krippenspiels - und ein Verweis auf die Heilige Schrift, die das Kommen des Erlösers ankündigt... in der Gestalt eines Kindes. Amen.

Mein ganz persönlicher Ohrwurm wurde: "Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind."

ChristMette - gehalten von Heiko Striening - um 22.30 Uhr.
Und wieder war die Kirche in dieser Stunde nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Liedzettel reichten kaum. Und es gab eine Walnuss..., die sich als Hinweis auf die Predigt erklären sollte. Heiko Striening sprach von Weihnachten in der Form einer Nuss, dessen äußere Schale erst hart zu knacken ist..., um an den wahren Kern seines Innenlebens zu gelangen. So mag es auch mit Weihnachten sein. Das Äußere hat gelegentlich kaum etwas mit Weihnachten zu tun - aber der Kern... ist er einmal freigelegt... führt er uns zur eigentlichen Weihnachtsgeschichte. Zum Kommen des Erlösers.

 

Weihnachten 2013 - stimmungsvoll eingetaucht in den Lichtern des Weihnachtsbaumes, der Krippe von Ute Hartung, des Sterns hoch oben im Kirchturm... und in den Liedern "Oh du fröhliche, oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit...!" Für mich wurde es jetzt erst Weihnachten.

Und so wünschen wir allen eine schöne Weihnachtszeit - und weit darüber hinaus. Kommen Sie gut durch die kommendene Tage. Mit Gottes Segen. Und möge das kommende Jahr 2014 ein gutes und schönes Jahr werden.

 

(B.-D. J. Hampel)

 


Offene Kirche im Advent

Sich besinnen. Sich einstimmen. Für Momente zur Ruhe kommen. Abschalten vom Alltag - und Platz und Raum schaffen für die kommenden Weihnachtstage.

 

Aber ganz so einfach ist das gar nicht. Dem Einen gelingt das ganz gut. Dem Anderen geht doch Vieles durch den Kopf, und das Abschalten fällt sogar schwer. Und dem Dritten ist die Stille mitunter zu still. So hat die Adventszeit für jeden eine andere Wahrnehmung.

Unsere Offene Kirche im Advent (im Raum der Stille) in Jestädt - war tatsächlich nicht ganz so still wie vielleicht gedacht. Doch die Lichter des Weihnachtssterns, dem Licht auf dem Altar, dem Adventskranz, den kleinen Lichtern entlang der Empore und den Lichtern in den Bankreihen - sie alle gaben dem Raum dennoch eine vorweihnachtliche Stille. Die Wärme der Bankheizung tat ihr übriges - und so gab es doch Momente einer stillen Geborgenheit und die Gedanken konnten abtauchen.

Nach dem Abendläuten gab es eine kurze Andacht aus Liedern, Gebeten, einer Geschichte über Weihnachten und Gedanken zu Dies und Das. An zwei Abenden wurde die Andacht durch den Kirchenchor - und wie heute, durch eine Flötengruppe untermalt. Am Ende des Tages stand man noch beisammen bei selbstgebackenen Plätzchen und bei Tee - und tauschte sich aus. Nicht immer über Weihnachten - aber das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist das Zusammenkommen abseits des geschäftlich-kaufmännischen Treibens um Weihnachten. Die Kirche als Ort des Zusammenkommens zu erfahren. Hier die Freude auf Weihnachten vorzubereiten. Aber auch ganz banale und alltägliche Dinge zu besprechen. Und - und unter uns die Allmacht Gottes zu wissen. Das macht den Raum "Kirche" eben zu etwas Besonderem.

 


Gottesdienst zum 3. Advent

 

In der heutigen Predigt zum 3. Advent standen zwei Personen im Vordergrund. Zum einen Johannes der Täufer (28 vor Chr.), der Wegbereiter Jesu, der wusste und dennoch manchmal zweifelte, ob dieser Kommende der Erlöser, der wirkliche Heilsversprecher sein wird - oder doch nicht? Und - Jochen Klepper (1938), einem Theologen, Journalisten und verheiratet mit einer Jüdin, Johanna Stein.

Was verbindet nun diese beiden außergewöhnlichen Menschen aus so völlig unterschiedlichen Zeit mit unserer Adventszeit?
Johannes warf Herodes Antipas öffentlich Ehebruch mit seiner Schwägerin vor. Daraufhin wurde Johannes verhaftet, verurteilt und auf Veranlassung des Herodes Antipas hingerichtet. Jochen Klepper heiratete eine Jüdin. Und als der Nationalsozialismus die Herrschaft in Deutschland übernahm, war eine solche Ehe buchstäblich lebensgefährlich. In beiden Lebensbildern war es die Kritik am herrschenden System, die nicht sein durfte... und die nicht sein konnte. Herodes ließ Johannes hinrichten. Jochen Klepper starb durch eigene Hand.

Was verband nun diese beiden zeitgeschichtlichen Menschen?

Es ist wohl der Glaube an den Messias. An die Menschwerdung Gottes. An die alttestamentliche Prophezeiung. Ein Kind wird uns geboren, ein Sohn wird uns gegeben, und die Herrschaft kommt auf seine Schulter. Im Leben wie im Tod sind wir in Gottes Hand. Dessen können wir gewiss sein. Und so ist die vorweihnachtliche Zeit mehr als nur die Geschichte zweier ganz unterschiedlicher Menschen - die uns hin zu Weihnachten führt.

 

Ganz irdischen Ursprungs haben wir heute Claudia Becker als Mitglied im Kirchenvorstand wieder bestätigt und eingeführt. Damit ist der Kirchenvorstand komplett. Beurkundet - und vor Gott und der versammelten Gemeinde.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
  

 


Gottesdienst zum 2. Advent

 

Wir haben den Gottesdienst zum 2ten Advent gefeiert.

Im anderen Adventskalender "Andere Zeiten e.V., Hamburg" heißt es: Denn sie hatten sonst keinem Raum in der Herberge", Evangelium nach Lukas, Kap. 2 Vers 7.

 

BESCHEIDEN IN DER WELT. An einem Heiligabend ist Anne Donath eingezogen. In eine Hütte. Vier mal vier Schritte groß. Zwischen die Einfamilienhäuser einer schwäbischen Siedlung. "Fast zwei Jahrzehnte lebte ich nun schon ohne Strom, Telefon und Auto und bin, manchen Voraussagen zum Trotz, weder eingegangen noch vereinsamt" - sagt sie, die inzwischen über 60 ist.

Als sie Mitte 40 ihre zukünftige Rente überschlug, beschloss die gelernte Krankenschwester, auf alles zu verzichten, was sie nicht wirklich braucht. Um Feiheit für das zu gewinnen, was ihr wichtig ist. Zeit zum Beispiel - für Reisen, für Menschen, für sich selbst. Und für ein neues Verhältnis zur Natur, weil sie auch einen Garten hat. "Ich ernte hauptsächlich Kartoffeln und Walderdbeeren, mache Löwenzahnsalat und koche mir Brennnesselgemüse" - erzählt sie. Auch ein Nussbaum steht vor der Tür. So - so fühlt sie sich jetzt ganz zu Hause. Bescheiden - und doch ganz in der Welt. Herberge hat sie genug gefunden - so viel sie braucht.

KAI-UWE SCHOLZ

 

Der Advent hat viele Gesichter.

Und für jeden - ein ganz eigenes Gesicht. Eine ganz eigene Wahrnehmung.

In allem aber - steht das Kommen des Allmächtigen in Gestalt eines Kindes.

 

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit - es kommt der Herr, der Herrlicheit.

 


Advent-Event in Motzenrode

Zum wiedeholten Male - so auch in diesem Jahr wieder - organisierten alle Motzenröder Vereine einen Advent-Event als Besinnung und Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit.

Um 14.00 Uhr wurde der 1. Advent mit einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert und anschließend der Weihnachtsbaum bei der Kirche geschmückt. An verschiedenen Ständen gab es Glühwein, Bratwurst, Waffeln, Popcorn sowie dieverse Köstlichkeiten und natürlich selbstgebasteltelte Weihnachtsdekorationen, die jeder gerne erwerben konnte. Jung und Alt war auf den Beinen und in den Gesichtern sah man schon die Freude auf das bevorstehende Fest.